KRITIK

Constantine

Constantine
Regisseur Francis Lawrence, der bislang Musikvideos gedreht hat, schöpft metaphysisch aus dem Vollen. Neu ist das selbstverständlich nicht. Es gab allein in den letzten Jahren so einige Bemühungen, den Leibhaftigen zum Tanz zu bitten, darunter Roman Polanskis Mystery-Thriller „Die neun Pforten“, das Arnold-Schwarzenegger-Epos „End of Days – Nacht ohne Morgen“, oder auch den Okkultisten-Crashkurs „Die Prophezeiung“ mit Kim Basinger. Was aber Lawrences Apokalypse-Moritat von den gängigen Sympathy-for-the-Devil-Balladen unterscheidet, ist die vergleichsweise effektarme und grundernste Haltung. Sein tragischer Held Constantine ist ein Neo-Noir-Loner, von Keanu Reeves zurückgenommen verkörpert, der seinen alkoholisierten Zynismus bloß zum Selbstschutz aufrecht erhält. Wie auch soll jemand nicht an der Welt verzweifeln, der, wann immer er will, in die Hieronymus-Bosch-Hölle zurückkehren und dort mit den Dämonen um die Wette joggen kann.

Die Geschichte, die von der bevorstehenden Erden-Regentschaft des Teufelssohnes erzählt, ist nicht frei von Lächerlichkeiten. Aber Lawrence findet inmitten des schauprächtigen Kräftemessen zwischen Gut und Böse immerhin Zeit für eine schöne Liebesgeschichte. Und für Mahnungen, das Rauchen aufzugeben.



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INHALT

Der Okkultist John Constantine möchte gemeinsam mit der Polizistin Angela Dodson den mysteriösen Selbstmord ihrer Zwillingsschwester aufklären. Die Nachforschungen führen die beiden in die von Dämonen und Engeln bevölkerte "Unterwelt" von Los Angeles, wo sie sich in eine Abfolge von übernatürlichen Ereignissen verstricken.
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Eure Kritiken zu Constantine

  1. Christian

    Don´t smoke!Ja, Mahnungen das Rauchen aufzugeben, gibt es hier viele. Doch das sind nur wenige von zahlreichen Schwachstellen im Drehbuch, die man hier im weiteren Verlauf anführen könnte. Diese „Exorzist trifft Buffy“-Comic-Verfilmung von Hellblazer wirkt leider sehr müde und inhaltsleer. Video-Regisseur Lawrence hat sehr viel Wet auf Effekte und weniger auf Tiefe gelegt. Da kann auch ein beschwörender keanu Reeves nicht mehr positiv einwirken. Allein die Nebenrollen mit Tilda Swinton und Peter Stormare können überzeugen. Aber ausrichten können sie dann auch nicht mehr viel.

  2. Kylie

    Keanu Reeves.. ist cool. Als Fan ist auch dieser Film Pflicht. Wie so oft gibt er zurückhaltend und doch eindrucksvoll den charismatischen Weltenretter. Leider ist die Story etwas unter den Effekten verloren gegangen. Doch für alle Keanu-Fans ein Muss.

  3. Stefan

    Der Film war ok, gute Effekte… Und auch teilweise ganz spannend

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