KRITIK

Coco der neugierige Affe

Coco der neugierige Affe Auf der unermüdlichen Suche nach irgendwie verfilmbaren Stoffen ist Hollywood jetzt bei einer 60 Jahre alten Bilderbuchreihe gelandet. „Curious George“ beobachtet ein kleines afrikanisches Äffchen, das hier „Coco“ getauft wurde, womöglich, damit kindliche Kinogeher nicht an Götz George denken müssen.

In liebevoll altmodischer 2D-Computeranimation schickt Regisseur Matthew O’Callaghan den niedliche Primaten als blinden Passagier aus dem Dschungel nach New York, wo er in lauter kleinen Sketch-Episoden ordentlich Chaos verbreitet. Eigentlich dreht sich alles um den schusseligen Forscher Ted, der ein altmodisches Naturkundemuseum durch den Fund einer sagenumwobenen Gorillastatue sanieren will und dabei – zunächst – versagt. Die Story ist aber eher egal, denn weite Teile des Films bestehen aus langen, dialogfreien Montagen, in denen Coco seiner Neugier folgt und lustige Slapstick-Nummern absolviert. Diese Montagen werden sämtlich von Jack-Johnson-Songs begleitet. Das ist der fröhliche Lieblingsliedermacher all jener, die noch nicht an James Blunt verloren gegangen sind. Weltversöhnt tänzelt man jedenfalls am Ende aus dem Kinomärchenland: Unter-Zehnjährige wollen sofort einen Plüsch-Coco haben oder besser noch ein echtes Äffchen. Wenn die bloß nicht so riechen würden in Wirklichkeit!



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INHALT

Bei einem Aufenthalt in Afrika adoptiert der Mann mit dem gelben Hut aus reinem Zufall einen stets zu Streichen aufgelegten Schimpansen namens Coco und nimmt ihn mit zu sich nach Hause in die Vereinigten Staaten. Doch Cocos Hang zu Abenteuern lassen sich nicht so leicht bändigen. Und so ist es kein Wunder, dass sich der Schimpanse auf eigene Faust daran macht, seine neue Welt zu erkunden.
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