KRITIK

Clerks 2

Clerks 2 Eigentlich haette Kevin Smith ja laengst die grosse Hollywood-Karriere machen und irgendeine BlockbusterSuperheldenComicVerfilmung mit HundertMillionenBudget inszenieren muessen. So was in der Art. Schliesslich hat der Typ vor 13 Jahren mit seinem schwarzweissen No-Budget-Debuet „Clerks“ ueber zwei unreife Jungs im Gemischtwarenladen gleich einen satten Independent-Hit gelandet. Noch heute ein Videotheken-Klassiker und eine unerschoepfliche Sprueche-Fundgrube fuer die Fans.

Solche Regietalente kaufen die Studios normalerweise schneller als Teenies die neueste Playstation-Version. Die Fortsetzung seines Erstlings hat Smith jetzt fuer die Weinstein-Corporation gedreht. Bloss dazwischen ist irgendwie nicht viel passiert.

„Mallrats“ und „Chasing Amy“ waren nette, ziemlich redselige Variationen des alten Themas „Jungs und ihre Hobbys“. Die Glaubens-Groteske „Dogma“, immerhin mit den Smith-Buddies Ben Affleck und Matt Damon prominent besetzt, erschien geradezu verstiegen. Und „Jay and Silent Bob Strike Back“ reaktivierte lediglich die beliebten Sidekicks aus „Clerks“ auf ziemlich matte, um nicht zu sagen peinliche Weise.

Ab und an tritt Smith auch bei anderen Regisseuren als Schauspieler auf, zuletzt in „Stirb langsam 4.0“. Da laesst er sich dann ansehen, dass er halt Geld verdienen muss.

Gerade vor diesem Hintergrund wirkt es absolut sympathisch, dass das schier unvermeidliche „Clerks“-Sequel sich erst gar keine Muehe gibt, Originalität oder Einfallsreichtum zu behaupten, und dass es nur von Menschen handelt, in deren Leben es keine Entwicklung gibt.

Dante und sein Kumpel Randal (Brian O`Halloran und Jeff Anderson) arbeiten zwar nicht mehr im Quick-Stop, der ist leider abgebrannt, sondern in der Burgerbude. Aber ansonsten hat sich nicht viel veraendert. Okay, Dante will heiraten und anderntags nach Florida ziehen, aber die Entscheidung hat er nicht selbst getroffen, weswegen das Ja-Wort noch lange nicht gesprochen ist.

Es wird wieder sehr viel und sehr lustig ueber Frauen und Filme geredet, und auf wunderbare Art versoehnt einen „Clerks 2“ tatsaechlich damit, dass es so etwas wie Glueck ohne Karriere geben soll.



Ähnliche Beiträge:

INHALT

Im `Quick Stop`, in dem die beiden Freunde Randal und Dante seit Jahr und Tag ihr Dasein fristen, fackelt ein Kurzschluss im elektrischen Kaffeewaermer kurzerhand den gesamten Tante Emma-Laden ab und befoerdert die Freaks vor die Tuer.

Doch sie bleiben nicht lange ohne Job: Schnell finden sie Unterschlupf an der Theke von Mooby`s Fast Food Restaurant - sehr zum Missfallen von Dante, der mit seiner uebereifrigen Verlobten Emma Bunting umziehen und in Florida eine Autowaschanlage eroeffnen moechte. Bis ihm die freigeistige Becky Scott, ausgerechnet seine Chefin, ueber den Weg laeuft und er sich in sie verliebt. Dennoch haelt er an seinem Plan fest, mit Emma wegzuziehen. Sein Kumpel Randal organisiert derweil im "Mooby�s" eine erotische Abschiedsparty mit einem Esel, bei der er reichlich Kunstnebel einsetzt, den der Gatte in spe irrt�mlicherweise f�r Rauch h�lt und Polizei und Feuerwehr alarmiert. Damit tritt er eine Ereignislawine los, die nicht nur seine Liebschaften, sondern auch seine Freundschaft zu Randal ernsthaft gef�hrdet
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eure Kritiken zu Clerks 2

  1. Romana

    Eine ultracoole lässige Komödie. Lange nicht mehr so gelacht im Kino. Echt süß.

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*