KRITIK

Cirque du Soleil – Traumwelten

Plakat zum Film Cirque du Soleil TraumweltenMittlerweile gibt es weltweit so viele Cirque-du-Soleil-Shows, dass es die Fans des kanadischen Manegenspektakels längst einige Mühe kosten dürfte, gerade mal keine davon in der Nähe zu wissen. Für jene Unterversorgten haben „Avatar“-Macher James Cameron (als Produzent) und „Shrek“-Chef Andrew Adamson (als Regisseur) nun eine Art Best-Of für die Leinwand zusammengekleistert, in 3D, versteht sich, und unter völligem Verzicht auf eine irgendwie hemmende Zurückhaltung in Sachen Pomp und Kitsch-Bombast.

Die Handlung ist karg, da wird ein Mädchen von einem traurigen Clown in eine Akrobatik-Show eingeladen, wirft dem Artisten in der Zirkuskuppel einen verliebten Blick zu – und prompt rauscht der Mann zu Boden.Drei Artisten Szene aus dem Film Cirque du Soleil Doch er saust sogar noch weiter, durch den Manegensand nämlich, hinab in ein magisches Traumreich der Artistik. Das Mädchen springt ihm spornstreichs hinterher, so wie damals Alice dem weißen Hasen ins Wunderland nachhechtete. Bis der Trapezkünstler aber gefunden ist, hat das Mädchen einen Parcours der aufwendigsten Nummern aus gefühlten fünfzig Cirque-du-Soleil-Shows zu bestaunen.

Da schwingt´s zwar dreidimensional (nachbearbeitet) in den Zuschauersaal, da beeindruckt die Schwerelosigkeit der Körper, doch dröhnender Soundtrack und optischer Dauerbeschuss mit Farbe, Bewegung und Dekor treiben dem Spektakel den letzten Rest von Zauber aus: Film als Merchandise-Artikel. Wohl nur für diejenigen, die nicht genug bekommen können vom Manegenzauber und sich die mind. viermal so teure Eintrittskarte sparen wollen.

  



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