KRITIK

Cars 2

Filmplakat zum Film Cars 2Da sind sie wieder, die animierten Frontscheiben mit Augen. Aber Hand aufs Herz, alle Animationsfans: Fünf Jahre später darf „Cars“ durchaus als der schwächste der bisherigen zwölf abendfüllenden Pixar-Animationsfilme gewertet werden. Unterhaltsam war die Mär von den sprechenden Autos aus dem Wüstenkaff Radiator Springs schon, aber den Meisterwerken von „Findet Nemo“ bis „Toy Story 3“ eben nie ebenbürtig. Pixar-Chef John Lasseter hat sein Lieblingsprojekt trotzdem fortgesetzt und das Prinzip des Originals – statt Menschen bewohnen Autos die Welt – in ein neues Genre überführt: den Sixties-Agententhriller. Im Zentrum steht diesmal nicht der rote Renner Lightning Jack, sondern Hook, jener verrostete Abschleppwagen, der schon im ersten Teil alles überragte. Hook wird aufgrund seiner provinziellen Ami-Art für einen genial getarnten Spion gehalten und soll fortan mit einem britischen Agenten-Kollegen einen fiesen Biosprit-Saboteur hochnehmen, während Lightning Jack beim „World Grand Prix“ mitfährt.

Szene aus dem Film Cars 2Zwei Erzählstränge also, „Cars 2“ wirkt dadurch sehr gehetzt, sichtlich bemüht, genügend Schauwerte aufzubieten: 900 Autos wurden animiert (darunter gar das Papamobil), selbst die Queen taucht als Karosse auf, und zwischen Tokio, Paris, Italien und London gibt es in 3D Kabinettstücke ohne Ende. Nur hat man kaum Zeit, sie wirklich zu genießen: Unter all der Rasanz geht jede Menge Poesie verloren – und um die ging es doch eigentlich. Auch für Teil zwei gilt deshalb: unterhaltsam ja, im Pixar-Kanon jedoch eher ein Nebenwerk.



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INHALT

Lightning McQueen tritt im allerersten World Grand Prix gegen die Rennelite der ganzen Welt an. Aber der Weg zum Champion ist lang – und voller Schlaglöcher, Umleitungen und verrückter Überraschungen! Und nicht nur Lightning muss in diesem entscheidendem Wettkampf um Ruhm, PS und Ehre alles geben, auch der liebenswerte Hook erlebt das Abenteuer seines Lebens, als er unwissentlich geradewegs mitten in eine internationale Spionage-Affäre hineingerät. Hin und her gerissen, seinem Freund bei dessen wichtigstem Rennen zur Seite zu stehen und gleichzeitig seine eigene, actiongeladene Geheimagenten-Mission zu erfüllen, begibt sich Hook vor den Augen der Welt und mit seinen Freunden im Schlepptau, auf eine explosive Verfolgungsjagd durch Japan und Europa.
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Eure Kritiken zu Cars 2

  1. RobbyTobby

    Sprechende Autos in einer Agenten-Geschichte im 60er Jahre-Look? Den Filmfreund beschleicht das mulmige Gefühl, hier wurden altbekannte Bausteine bemüht, um mit Teil 2 das Merchandising voran zu treiben. Damit bekommt die unterhaltsame Geschichte einen faden Beigeschmack. Schade, dass Hollywood nichts mehr einfällt. Ich möchte so gerne wieder überrascht werden. Hier passiert das nicht.

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