KRITIK

Can Go Through Skin

Can Go Through Skin Wem es draußen zu kalt ist, den wird auch dieses Drama nicht wärmen: Eine Atmosphäre aus Kälte und existenzieller Unbehaustheit bestimmt das Debüt der Niederländerin Esther Rots.

Sie liefert das Psychogramm einer traumatisierten Frau, sozialrealistisch erzählt, aber extrem subjektiv gebrochen. So wie der Titel vom „Durch-die-Haut-Gehen“ spricht, macht auch Rots die Wahrnehmung ihrer Protagonistin und die der Zuschauer durchlässig, das heißt: fragwürdig.

Was ist real, was nicht? Marieke, so heißt die Hauptfigur, steht zu Beginn zwischen zwei Tragödien. Gerade verließ sie ihr Freund, dann wird sie vom Pizzaboten brutal vergewaltigt. Sie zieht von Amsterdam aufs Land in ein baufälliges (und arg metaphorisches) Haus und rotiert dort nervös bis psychotisch zwischen Gewaltfantasien, manischem Tätigkeitsdrang und einer möglichen neuen Liebe.

Doch die Debütantin Esther Rots montiert sich kühn durch Zeit- und Realitätsebenen hindurch und schafft mit dichtem Sounddesign und sagenhafter Hauptdarstellerin (Rifka Lodeizen) eine fast quälend intensive Seelenstudie.



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INHALT

Kurz nach der Trennung von ihrem Freund wird Mareike Opfer eines brutalen Überfalls. Sie schottet sich von der Außenwelt ab, zieht im klirrend kalten Winter in ein renovierungsbedürftiges Haus nach Zeeland und versucht trotzig, kein Opfer zu sein. Sie lässt sich auf eine Beziehung zu ihrem bodenständigen Nachbarn John ein und wird schwanger. Doch ohne es zu merken, verliert Marieke allmählich die Kontrolle über ihr Leben.
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