KRITIK

Butterfly Effect

Butterfly Effect Jungschauspieler Ashton Kutcher ist wohl den meisten Kinobesuchern eher als Sunnyboy-Trottel in Komödien wie “Ey Mann, wo ist mein Auto“ und “Voll verheiratet“ oder aus den Klatsch-Gazetten als Demi Moore-Lover bekannt geworden. In diesem Mystery-Thriller spielt er den Part von Bill Murray in “Und täglich grüßt das Murmeltier“, nur eben nicht in einer Komödie, sondern in einer Art Horror-Phantasie, die in ihren besten Momenten an eine Vision von Stephen-King erinnert.

Das Debüt Kutchers als ernstzunehmender Schauspieler ist ganz gut geglückt. Mr. Kutcher, der bei diesem Film auch als Produzent fungiert, hat sich die Messlatte nicht zu hoch gelegt.
Der Psychotrip des Protagonisten ist, obwohl mit einigen logischen Fehlern behaftet, plausibel umgesetzt, was man beileibe nicht von allen Filmen dieser Gattung behaupten kann.
Das Genrestück enthält kaum billige Schockeffekte und doch ist der Gänsehaut-Level durch die Identifikation mit dem Hauptdarsteller (gerade wegen seines Sunnyboy-Images) bis zum Ende (welches wirklich gut gelungen ist und den Film nicht im Kitsch ertränkt) durchweg ziemlich hoch.



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INHALT

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Eure Kritiken zu Butterfly Effect

  1. Twickers

    intelligente Unterhaltung mit verzeihlichen FehlernFilmen mit Zeitreisen und Paralleldimensionen kranken oft an der Logik und so gibt es auch hier einen ganz großen Stolperstein im Film, über den man entweder hinwegsieht, weil der Aufbau ansonsten überzeugt oder man hängt sich daran auf und zertrampelt den Rest des Films dafür. Ich halte es mit ersterem und erfreue mich an der vor allem sehr vielfältigen Darstellung eines Lebens mit Variablen. Was eine kleine Veränderung der Vergangenheit für Auswirkungen haben kann ist wahrlich kein neues Konzept, aber durch die ruhige Erzählweise, die dem Zuschauer erstmal Zeit gibt, die Charaktere im Urzustand zu erleben, gewinnt der Film an Intensität. Zudem beweist Ashton Kutcher, dass er wirklich ein Schauspieler ist und nicht bloß ein Leinwandkomiker. Dazu sind die Kinder sehr gut zusammen gecastet, dass man in allen Ebenen wirklich die gleichen Figuren vorgesetzt bekommt, um weiter mit reingezogen zu werden.

    Auf DVD wird der Film mit einem Director’s Cut aufpoliert, der die Thematik und Problematik der Situation noch etwas vertieft und den Zuschauer in nachdenkliche Melancholie verfallen läßt. Hinzu kommt eine subtile Symbolik durch den Namen der Hauptfigur (–> Event Reborn) und genug Tragik auf jeder neuen Erzählebene, dass einem der Gesprächsstoff über „wenn und aber“ nicht so schnell ausgeht.

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