KRITIK

Brick

Brick Erst wenn wir alles verloren haben, besitzen wir die Freiheit, alles zu tun. Dieses Nihilisten-Credo, das in David Finchers „Fight Club“ zur obersten Handlungsmaxime ausgerufen wurde, scheint auch für den jungen Brendan (Joseph Gordon-Levitt) zu gelten. Das Mädchen, das er geliebt und an die Drogen verloren hat, liegt tot im Abwasserkanal, einen Sinn besitzt sein Leben nicht mehr, bloß die Schuldigen gilt es zur Rechenschaft zu ziehen.

Brendan weiß, wo er zu suchen hat. Er schreckt ein paar Handlanger des legendenumrankten örtlichen Dealer-Königs Pin an seiner Highschool auf und steht schon bald in der Höhle des Löwen. Ein Gewirr aus Lügen und Intrigen läuft hier zusammen, das einzig der von allen guten Geistern verlassene Brendan durchschaut. Er weiß, wen er gegen wen auszuspielen hat – mit allen Konsequenzen.

Es ist eine triste Welt aus Beton und Verbrechen, die der junge Regisseur Rian Johnson in seinem bloß 500.000 Dollar teuren Spielfilmdebüt „Brick“ entwirft. Eine konsequent harte Thriller-Elegie, deutlich vom Film Noir beeinflusst, beinahe menschenleer und von einem vorstadtöden Zynismus durchweht.

Der Protagonist wandelt darin recht somnambul, ein enttäuschter Rache-Engel der Slacker-Generation, der immer dann die Brille abnimmt, wenn es Schläge setzt. Man merkt, wie ehrfürchtig die Beteiligten sämtliche Werke der Schwarzen Serie aufgesogen haben, bloß wirkt die Dashiell-Hammett-Attitüde in diesen Schüler-Kreisen, wo der Bösewicht bei Mama wohnt, eher bemüht als ironisch reflektiert.



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INHALT

Einzelgänger Brendan ist Schüler an einer Highschool. Lediglich an seiner Freundin Emily liegt ihm etwas. Jetzt hat er sie schon länger nicht mehr gesehen und macht sich Sorgen. Als sie ihn anruft und um Hilfe bittet, ist er sofort zur Stelle. Doch dann findet er sie tot in einem Abwasserkanal. Jetzt kennt Brendan nur ein Ziel - herauszufinden, wer Emily umgebracht hat. Und vor allen Dingen: warum. Als er am Ende die Wahrheit herausfindet, ist das der Schock seines Lebens.
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Eure Kritiken zu Brick

  1. Sneaker

    Habe den Film vor zwei Wochen bereits als Sneak-Preview gesehen und fande den Film ganz ok. Zumindest besser als das meiste, was gerade so läuft.

  2. d-fens

    geiler film, aber das Film-Ende auf dieser Seite ist einfach nur falsch. Der Autor sollte sich vielleicht den Film mal anschauen und am Ende wenn Laura Brendan etwas ins Ohr flüstert den Ton lauter machen.

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