KRITIK

Brendan trifft Trudy

Brendan trifft Trudy Das Drehbuch dieses stets gut aufgelegten Feel-good Filmchens stammt von Roddy Doyle. Seinem kreativen Hirn entsprangen schon so köstliche Komödien-Stoffe wie „The Commitments“, „Fish & Ships“ oder „The Snapper“. Kein Wunder also, dass man hier wirkliches Leben vorgesetzt bekommt. Glücklicherweise lag es ihm ebenso fern, seine Helden bloß zu stellen. Zwar rümpft man ein ums andere Mal die Nase über die Handlungen des schüchternen Einsiedlers, aber irgendwie bleibt er doch immer sympathisch. Genau wie der ganze Film an sich, gespickt mit unzähligen Filmzitaten und richtig erfrischende Unterhaltung für den tristen Winter. Christian Gertz



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INHALT

Brendan (Peter McDonald) ist ein liebenswerter, schüchterner Lehrer aus Dublin. Doch Schule ist für den ledigen Sonderling ebenso langweilig wie für seine Schüler. Erst vor der Leinwand oder dem Fernsehgerät blüht er so richtig auf. Seine Welt besteht hauptsächlich aus Film. Am liebsten sind ihm die alten Klassiker wie Godards "Außer Atem" oder "African Queen" mit Humphrey Bogart. Allzu oft vermischen sich bei ihm Traum und Wirklichkeit. Dann steht er in der Pose seiner Helden Belmondo und John Wayne vor seinen Schülern und taucht wieder ein in seine Welt. Aber eines Tages passiert es: In einer Kneipe trifft er auf die selbstbewußte Trudy. Oder besser: Sie trifft ihn. Wie ein Vorschlaghammer tritt sie in sein geordnetes Leben und bringt dieses gehörig durcheinander. Nur kann Trudy so gar nichts anfangen mit dem Medium Film. Nach einer leidenschaftlichen Kennenlernphase hat sie bald genug von der geordneten Welt und verläßt Brendan. Auf einmal muss der schüchterne Einsiedler ohne seine Helden auskommen und erkennen, dass das Leben kein Film ist.
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