KRITIK

Black Christmas

Black Christmas Über die Daseinsberechtigung von Remakes wird seit jeher erbittert
gestritten. Die einen halten Neuauflagen für unnötig, die andere Seite
freut sich, wenn angestaubte Filme zeitgemäß aufgepeppt werden.

Glen Morgen, der sich als Produzent von Final Destination 1 und 3
sowie mehreren Akte X Folgen einen Namen gemacht hat, schert sich einen feuchten Kehricht um die Diskussionen und beschert uns mit Black Christmas eine flotte Neuauflage des Frühzeit – Slashers aus dem Jahr 1974. Dabei verzichtet Morgan auf jegliche Atmosphäre und Spannung, die das Original auszeichnete und setzt auf eine routinierte
Inszenierung, stimmigen Sound und einen hohen Bodycount. In
Anpassung an heutige Sehgewohnheiten ist Black Christmas in der
Unrated-Fassung recht blutig ausgefallen. Um ironische Schlagworte wie
Augenschmaus, Augenweide oder optische Leckerbissen kommt man bei der Beschreibung der Gore-Effekte eigentlich nicht herum. Krude Morde und ausgefallenen Ideen ( ich sage nur Fleischplätzchen ) sind reichlich
vorhanden und die sinnfreie Duschszene und dumme Teenager erfüllen
sämtliche Klischees und unlogisches Verhalten, welches das Genre so
beliebt berüchtigt macht.

Auch die Story vom Killer aus schlechtem Elternhaus, der zu
Weihnachten ausbricht und im Haus hübscher College – Hasen ein Blutbad anrichtet ( oder auch nicht ), ist nicht originell, reicht aber als
durchsichtiger Aufhänger. Dass Billy nicht der einzige Killer mit
Dachschaden sein kann, wird sehr früh klar. Trotzdem muss man sagen,
dass die Macher das Maximum aus dem geringen Budget geholt haben und der Slasher bei gerade mal 80 Minuten Laufzeit keine Längen hat und
bestens unterhält.

Ob dieses Remake jetzt sinnvoll ist oder nicht, sei dahingestellt.
Dieser weihnachtliche Teenie – Slasherfilm ist wesentlich besser als
der ihm vorauseilende schlechte Ruf und hat auf jeden Fall eine höhere
Daseinsberechtigung als die lauen Aufgüsse à la Ich weiß noch immer
was du … oder Düstere Legenden 3.



Ähnliche Beiträge:

INHALT

Jahre sind vergangen, seitdem der von seiner Mutter missbrauchte Billy Rache übte und sie und ihren Liebhaber ermordete. Nun befindet sich ein Studentinnenheim in dem Haus des grausigen Verbrechens, das während der Weihnachtsferien von acht Mädchen bewohnt wird. Auch Billy kehrt unbemerkt in sein Zuhause zurück und versteckt sich in seinem einstigen Gefängnis, dem Speicher des Hauses. Die Mädchen erhalten zunächst drohende Anrufe. Dann wird eine nach der anderen ermordet.
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*