BLOG

Feb 2013
17
Berlinale 2013 – Wettbewerb – „Gold“ von Thomas Arslan

Szene aus dem Film GoldDie Berliner Schule wandert aus. Im einzigen rein deutschen Wettbewerbsbeitrag „Gold“ schickt Regisseur Thomas Arslan die wunderbare Nina Hoss ins Kanada des späten 19. Jahrhunderts, dem Goldrausch am Klondike hinterher. Mit einer Gruppe weiterer sechs deutscher Auswanderer (u.a. Marko Mandic, Uwe Bohm, Lars Rudolph) durchquert sie das riesige Land hoch zu Ross – und wie einige misslaunige Kritikerkollegen anmerkten, beinahe in Echtzeit.

Die Landschaft ist karg, die Bedingungen hart, das Essen getrocknet und rationiert. „Gold“ lässt überhaupt keine Western-Romantik aufkommen, eher im Gegenteil: das Land und die Reise dezimieren die heterogene Gruppe zusehends. Arslan zeichnet den Weg nüchtern und fast exemplarisch nach, seine Bilder sind klar und aufgeräumt, die Montage unaufgeregt. Und doch verweist der Film auf nichts anderes als sich selbst, genügt sich in seiner Zustandsbeschreibung einer vergangenen Zeit. Was bleibt, ist ein akkurates Ausstattungsstück, ein dekoratives Möbel, das nach seiner Premiere so langsam zustaubt.

  



Ähnliche Beiträge:

Dieser Beitrag wurde unter Blog, Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*