KRITIK

Aufschneider, Die

Aufschneider, Die Auch Effizienz kann eine Krankheit sein. Das bekommen in dieser von Carsten Strauch inszenierten Klinik-Komödie die Ärzte zu spüren.
Die Direktoren zweier konkurrierender, benachbarter Hospitäler müssen sich unter die Wirtschafter-Lupe nehmen lassen. Entweder soll das hochmoderne Haus „St. Georg“ unter dem aalglatten Patienten-Manager Professor Radwanski (Christoph Maria Herbst) geschlossen werden oder die heruntergekommene Eichwald-Klinik-Klitsche, in der Professor Keller (Burghart Klaußner) mit menschlich gesundem Schlendrian kurieren lässt.

Ausgemachte Sache scheinbar, aber Keller und sein chaotisches Team geben sich im Kampf gegen den Halbgott Radwanski nicht so schnell geschlagen. Als Wellness-Hospital mit Mariachi-Band und Entertainment auf Krankenkassen-Kosten soll Eichwald am gesunden Spaß genesen.

Strauch ist vor allem mit sympathischen, skurril-humorigen Kurzfilmen bekannt geworden, darunter „Coming Out“, der vom plötzlichen Sprießen eines Hitler-Bärtchens erzählt, „Futter“, eine Zoo-Farce über den Hunger eines gutmenschelnden Löwen, sowie auch „Das Taschenorgan“, eine Mini-Krankenhaus-Groteske über ein vergessenes Organ im Arztkittel.

Leider, muss man sagen, hatten diese Shorts weit mehr Witz, Rhythmus und Tempo als das Langfilmdebüt. Trotz toller Besetzung bis in die Nebenrollen wirkt diese Groteske über zu Tode gesparte Krankenhäuser und gebratene Spender-Lebern doch etwas sauerstoffarm.



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INHALT

Eine von zwei benachbarten Kliniken muss geschlossen werden. Das bedeutet, ein harter Konkurrenzkampf zwischen St. Georg und Eichmann entbrennt. Während das Personal des einen Krankenhauses auf die üblichen betrügerischen Tricks setzen, lässt das Team des anderen Hospitals Mariachi-Bands bei der Krankengymnastik aufspielen. Bald ist jedes Mittel recht, sogar Industriespionage, Kidnapping und versuchter Mord.
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