KRITIK

Arthur und die Minimoys

Arthur und die Minimoys In Luc Bessons Büro, das hat er kürzlich verraten, steht noch immer ein Ordner mit über 200 gesammelten Verrissen seines Erfolgstauchfilms „Im Rausch der Tiefe“. Konnte der Mann nie verwinden, dass sie ihn damals in Cannes geschlachtet haben? Zwei Jahre habe er an dem Werk gearbeitet, ungezählte Tauchgänge absolviert – „und dann erzählen dir diese Schnösel, der Film ist ein großer Scheiß“.

Ein schönes Beispiel für den unüberwindbaren Graben zwischen Künstlern und Kritikern, den ja auch der irrlichternde deutsche Altproduzent Günter Rohrbach weiter aufzureißen versuchte: Schlechte Kritiken für „Das Parfum“, diesen Publikumshit, gleichzeitig Jubel-Hymnen für „Sehnsucht“, den keiner sehen wollte, das zeige die Verblendung der Zunft.

Wir wollen das im Hinterkopf behalten, wenn wir über Bessons jüngste Regiearbeit sprechen. Denn der französische Internationalist, dessen Film „Léon – Der Profi“ nach wie vor eine der berauschendsten Action-Lovestorys aller Zeiten ist, hat in diese Fantasy-Animation sogar fünf Jahre investiert.

Das soll mal nicht unterschlagen werden. Es wurde eigens irgendeine hochkomplexe 3-D-Technik entwickelt, deren Beurteilung wir den Effektspezialisten überlassen wollen. Aber: Es sieht gut aus. Und die Geschichte? Sie funktioniert. „Arthur“ beginnt als Real-Abenteuer. Mia Farrow spielt eine Großmama, deren Lieblingsenkel Arthur (Stimme von Bill Kaulitz) den Bankrott ihrer Farm abzuwenden sucht, indem er auf Schatzsuche geht. Ein Mondschein-Zauber verwandelt ihn dabei in eine Trickfigur, die ins Reich putziger Winzlinge, der Minimoys, abtaucht und auf eine Prinzessin trifft (Stimme von Nena).

Luc Besson inszeniert das flott, witzig und absolut massengeschmackstauglich. Und selbstverständlich braucht er keine Kritiker, die ihm das erzählen. Das französische Publikum katapultierte den Film an die Spitze der Charts.



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INHALT

Als ein Immobilienhai das Haus seiner Großmutter einkassieren will, muss Arthur den versteckten Schatz des Großvaters finden und in die Welt der Minimoys hinabsteigen. Auf zwei Millimeter geschrumpft trifft er in dem geheimen Königreich die wunderschöne Prinzessin Selenia und ihren Bruder Beta. Gemeinsam macht sich das Trio auf die Suche und gerät dabei in die Fänge eines finstren Tyrannen, der die Welt der Minimoys zerstören will.
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Eure Kritiken zu Arthur und die Minimoys

  1. Manni

    Muss das sein, Luc? So viel TamTam um einen Film, angeblich 3 Jahre Vorbereitungszeit und dann das. Neue Maßstäbe setzt der Film nicht, eher guter Durchschnitt. Keinesfalls mehr!

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