KRITIK

Antarctica

Antarctica Frostig ist’s am Südpol, der Schneesturm tobt erbarumgslos – und platt sind die Abenteuerfilmklischees. Gelegenheits-Regisseur Frank Marshall hat ein Herz für Tiere, und „Antarctica“, sein erster Film seit „Congo“ (1995), betritt Neuland als windumtoste Passionsgeschichte von Schlittenhunden. Die kläffenden Vierbeiner harren aus in der Antarktis, nachdem das Forschungsteam, dem sie lebensrettend dienten, witterungsbedingt die Segel strich. Nur ein wackerer Scout setzt Forschungsgelder und Fischkutter in Bewegung, um die Tiere heimzuholen. Betrachtenswert ist diese erschütternde Hundeschnulze (Remake eines preisgekrönten japanischen Films aus den 1980er Jahren) allein in den polaren Naturaufnahmen, die auf der Großleinwand gehörig Wirkung entfalten. Der Rest schwankt zwischen kitschig und dämlich. Die „Menschen“-Szenen suchen in der jüngeren Abenteuerfilmgeschichte an Unbeholfenheit ihresgleichen, während das frierende Hunderudel so drastisch vermenschlicht wird, dass „Susi & Strolch“ im Vergleich als brutal-realistische Tierdoku durchgeht. Immerhin: Dadurch übersteigt die Darstellerleistung der übertrainierten Schlittenhunde die ihrer menschlichen Kollegen gleich um ein Vielfaches. Und es scheint zu wirken: In den USA war „Antarctica“ ein Riesenhit.



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INHALT

Jerry Shepard, sein bester Freund Cooper und ein amerikanischer Geologe finden sich zusammen, um auf Antarktis-Expedition zu gehen. Nach einem Unfall gerät das Trio bei sich verschlechterndem Wetter in eine lebensbedrohende Notlage. Die Männer sehen sich gezwungen, die geliebten Schneehunde zurückzulassen, um sich retten zu können. Damit beginnt für die Männer ein verzweifelter Überlebenskampf.
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