KRITIK

Ant-Man

Walt Disney Studios 2015.

Bild (c) Walt Disney Studios 2015.

Fast ein Jahrzehnt wurde am ersten Leinwandauftritt des Marvel-Comic-Helden Ant-Man herumgedoktert, Regisseursrausschmiss inklusive. Verglichen mit den „Avengers“ Thor, Iron Man oder Hulk ist Ant-Man im „Marvel-Movie-Kontext“ zudem ein Kuriosum – doch das muss nichts heißen, schließlich wurden auch die unterhaltsamen aber dennoch seltsamen „Guardians of the Galaxy“ im letzten Jahr erfolgreich integriert.

Der Ameisenmann heißt eigentlich Scott und hat als frisch verknackter Trickdieb Ärger mit der Ex-Frau. Dann kommt der Loser, für den der aus diversen Komödien („Immer Ärger mit 40„) bekannte Trockenhumor-Spezi Paul Rudd eine treffliche Besetzung ist, in den Dienst des Wissenschaftlers Dr. Pym (im Comic-Modus: Michael Douglas). Letzterer hat vor Jahren eine Technik erfunden, mit der sich ein Mensch auf Ameisengröße verkleinern lässt, diese dann aber ad Acta gelegt, aus Angst, die Erfindung könne militärisch missbraucht werden. Jetzt arbeitet Pyms Zögling Darren an einer gefährlichen Neuversion, und Scott soll in dessen Hochsicherheitsfestung eindringen – als Ant-Man!

Szene2_Ant-ManAls Superhelden-Einbruchsthriller nimmt der Film unter der Regie von Peyton Reed („Der Ja-Sager“) erst sehr langsam Fahrt auf, um im letzten Drittel dann eine reizvolle Alternative zu den Zerstörungsorgien der „Avengers“-Filme zu liefern: Die Attraktion liegt hier in der Verkleinerung, mit Showdown auf den Gleisen einer Spielzeugeisenbahn. Wie üblich wird mit Quer- und Vorausverweisen auf andere Filme des „Marvel“-Universums nicht gegeizt (diesmal vor allem auf den kommenden, dritten „Captain America„-Film), und Ant-Mans Kommunikation mit seiner Ameisen-Armee ist für den ein oder anderen schrägen Moment gut.

Über tricktechnisch stark gemachte, konventionelle Sommerunterhaltung nach gängigen „Marvel“-Standards („Gut gegen gleichwertig Böse“) geht das alles trotzdem nicht hinaus, denn diese Standards müssen vor allem den Marketing-Richtlinien des Comic-Imperiums genügen. Und so dient auch „Ant-Man“ – bei aller cleveren Rasanz und spitzfindigen One-Linern – vor allem als Trailer für den wiederum nächsten Auftritt eines „Marvel“-Helden.

 

 

Kritikerspiegel Ant-Man



Gian-Philip Andreas
Westfälische Nachrichten
6/10 ★★★★★★☆☆☆☆ 


Christian Gertz
Nadann... Wochenschau, mehrfilm.de
6/10 ★★★★★★☆☆☆☆ 


Antje Wessels
Wessels-Filmkritik
8/10 ★★★★★★★★☆☆ 


Sascha Westphal
epd film, WAZ, etc.
4/10 ★★★★☆☆☆☆☆☆ 


Julius Zunker
kinofans.com
8/10 ★★★★★★★★☆☆ 


Durchschnitt
6.5/10 ★★★★★★½☆☆☆ 


 



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