KRITIK

An Education

An Education Die Sechziger haben schon begonnen, aber man merkt sie noch nicht. Zu Beginn des Jahrzehnts haben weder Beatles noch Stones eine Platte draußen, und die 16-jährige Jenny (Carey Mulligan) will nur weg aus ihrem muffigen Elternhaus vor den Toren von London. Sie kann in Oxford studieren und träumt doch viel eher von der Pariser Bohème. Da erliegt sie den verdächtig sanften Verführungskünsten eines wohlhabenden Dandys: David (Peter Sarsgaard) ist schon jenseits der Dreißig.

Er jettet mit ihr nach Frankreich, nimmt sie mit zu Konzerten und Auktionen, führt sie in seinen mondänen Freundeskreis ein, hält bald sogar bei Jennys kleinbürgerlichen (und ergo geschmeichelten) Eltern um ihre Hand an.

Da weiß sie noch nicht, dass David nicht der ist, als der er sich ausgibt. Doch das macht nichts: Jenny findet ihren Weg, und die Swingin´ Sixties wehen auch endlich heran.

Charmant, elegant und leichtfüßig inszeniert Lone Scherfig („Wilbur wants to kill himself”) diese Geschichte einer Erweckung, die mit Newcomerin Carey Mulligan als Jenny ebenso wie mit Peter Sarsgaard („Das Waisenkind”) als David top besetzt ist und im März auf gleich drei Oscars hoffen darf.

Dass der an Überraschungen arme und dennoch sehr unterhaltsame Film nicht in seiner Leichtfüßigkeit verliert, ist auch das große Verdienst seiner Nebendarsteller: Rosamunde Pike („Die Another Day“) und Dominic Cooper („Mamma Mia“) brillieren als Davids komplizenhaftes Freundespaar, das Jenny fast ebenso wie David selbst zum süßen Leben verführt.



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INHALT

Die 16-jährige Jenny wächst 1961 in einem Mittelklassehaushalt im Londoner Twickenham auf. Für ihren strengen Vater ist eine solide Schaulausbildung das wichtigste, das Cellospiel ist noch das äußerste an Freizeitbeschäftigung, das er gestattet. Doch Jenny will mehr vom Leben. Als sie den deutlich älteren Lebemann David kennenlernt und von ihm zunächst in die Society und später, an ihrem 17. Geburtstag in Paris, auch in die Liebe eingeführt wird, werden ihre Träume wahr. Doch dann wird das aufgeweckte Mädchen von der Realität eingeholt.
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