Regisseur Alejandro Gonzáles Inárritu und sein Drehbuchautor Guillermo Arriaga Jordan entfesseln hier ein Großstadt-Drama der gescheiterten Existenzen von selten erfahrbarer Sogwucht, dem wenig an der Eleganz oder Geschmeidigkeit eines Erzählmodells im Stile von Robert Altmans Short Cuts gelegen ist.
Mit grobkörnig-rauen, oft hautnahen Handkamera-Bildern rücken sie dem Betrachter zuleibe und stürzen ihn in die Ausweglosigkeit ihrer Sackgassen- und Gossen-Ballade. Wer hier das Träumen nicht ohnehin schon verlernt hat, der wird spätestens nach ein paar Filmminuten rüde von der Realität geweckt. Die Liebessehnsucht der Grenzgänger und Gebeutelten führt ebenso wenig zu einem Ziel, wie das perspektivisch-verschachtelte Schicksalswirrwarr von Inárritu und Jordan zu einer finalen Verbindung gelangte.
Die pulsierende Gewalt aber, die ihren Episoden innewohnt, wird nie als Ausdruck einer konfrontativen Attitüde missbraucht, sondern verstärkt nur den dreckig-authentischen Charakter ihres sprunghaften Streifzugs durch eine erstickende Metropole. Auch werden die Figuren durchaus nicht mitleidlos beobachtet. Noch in ihrer tiefsten Kümmerlichkeit und Kaltherzigkeit rühren sie, weil sie doch trotz aller Widrigkeiten einen Schimmer von Hoffnung trotzig behaupten. Octavio, der keine Ausdrucksmöglichkeit für seine Gefühle findet und blind in sein Unglück rennt, besessen von der fixen Idee einer besseren Welt. Valeria, die von allen die größte Fallhöhe hat und dementsprechend leidvoll abstürzt, die auf dem Trümmerberg ihres sicher geglaubten Glücks die ersten Schritte in eine ungewisse Zukunft wagen muss. Und schließlich El Chivo, der die Zerrissenheit seines vergangenheitswunden Landes verkörpert und mit allen Idealen gebrochen zu haben scheint, der jedoch beweist, dass es nie zu spät ist, sein Leben zu ändern und selbst die schwärzesten Hundstage ihr Ende finden. Patrick Wildermann
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Amores Perros ist ein…verdammt guter Film. Nicht alle Handlungsstränge sind packend bis zum Schluss, beispielsweise ist die Geschichte über das Model Valeria etwas zu lang ausgefallen.. Aber der Film ist auf alle Fälle sehenswert…
Man wird von diesem…Regisseur noch sehr viel hören.. Gekonnt bedient er sich der Werkzeuge des Filmerzählens und stellt einen hervorragenden Film auf die Leinwand. Schon ein Wunder, dass er die unzähligen Drehbuchfassungen so gut zusammengebracht hat, dass ein Film von großer Wucht entsteht, ohne Pause, ohne Bruch und ohne Knick. Mit sicherheit der neue Robert Altman, wenn ich hier an ShortCuts denke.
Für mich schon jetzt..einer der besten Filme des Jahres. Man darf auf die Top Ten gespannt sein..:-)
oh man.in jedem fall fand ich den film gut. aber da ich (im realen leben) panische angst vor hunden habe musste ich mich wirklich zusammenreissen um das sofa im ersten drittel nicht fluchtartig zu verlassen …
ich hatte natürlich schon vorher viel über den film gehört, jedoch irgendwie nix konkretes, geschweige denn über den aufbau. somit war ich überrascht von den 3 parallelen geschichten, begeistert von der art wie sie miteinander verwoben sind und fasziniert von den vielen, mir unbekannten und damit um so spannenderen, gesichtern.
ein guter film.