AKTUELL IM KINO

American Assassin

Plakat zum Film American Assassin, mit allen Beteiligten in einer schießwütigen Pose.

Bild (c) 2017 Studiocanal Filmverleih.

Die Topspione Bourne, Bond, Ethan Hunt und Jack Ryan machen gerade Pause, da schickt das umtriebige Mini-Major-Studio Lionsgate („Twilight“, „Tribute von Panem„) einen neuen harten Mann auf die weltweiten Leinwände: Mitch Rapp, ein Name wie ein Faustschlag, ist versierten Agentenkrimilesern längst ein Begriff, denn die vom (inzwischen verstorbenen) Autor Vince Flynn begonnene Romanserie um den undercover operierenden Anti-Terror-Spion umfasst bereits 16 Einträge. Eine neue, regelmäßig fortsetzbare Erfolgsfilmreihe dürfte denn wohl auch das sein, was sich die Produzenten mit diesem Projekt vorrangig erhoffen.

„American Assassin“, routiniert inszeniert vom in Spielfilm („Kill The Messenger“) und Serie („Homeland“) gleichermaßen bewanderten Regisseur Michael Cuesta, erzählt so etwas wie die Vorgeschichte: wie Mitch Rapp zu dem wurde, der er ist. Dazu braucht es hier eingangs ein islamistisches Attentat auf Ibiza, bei dem Rapps Verlobte ermordet wird. Der junge Rachsüchtige, mit Präpotenz gespielt von „Maze Runner“-Teenieschwarm Dylan O´Brien, schleust sich auf eigene Faust in die Terrorzelle ein, wird aber von CIA-Chefin Kennedy (Sanaa Lathan aus „Alien vs Predator“) auf offizielle Wege zurückverpflichtet.

Szene aus dem Film American Assassin von Michael Cuesta mit allen Beteiligten des Films, die an einem Tisch sitzen und etwas beraten.Der beinharte Kalter-Kriegs-Veteran Hurley (Michael „Birdman“ Keaton als grimmiger Patriot) macht den störrischen Jungspund mit rabiaten Methoden fit für den Anti-Terror-Kampf, bald kämpft er mit der Spezialeinheit Orion gegen einen abtrünnigen CIA-Agenten, der die Welt (natürlich) mit Atomraketen bedroht.

Von den Balearen über Istanbul und Rom bis nach Dubai geht nach bewährtem Mission-Impossible-Muster die touristisch reizvolle Reise dieses mit ruppigen Actionszenen gepflasterten Spionagereißers, und auch wenn am Ende der halbe Ozean in die Luft fliegt: Wirklich Aufregendes bekommt der Action-Fan nicht geboten. Die Dialoge sind pappig, der Plot ist nicht neu und Rapp nicht halb so charismatisch wie die am Anfang genannten Vorbilder. Sollte die Kasse klingelt, wird es wohl trotzdem Sequels geben.

 

 

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INHALT

Nach dem tödlichen Attentat auf seine Verlobte sinnt Mitch Rapp (Dylan O’Brien) auf Rache. Beim CIA lässt er sich von dem berüchtigten Kriegs-Veteranen Stan Hurley (Michael Keaton) zum Elite-Agenten ausbilden. Schnell erhalten die beiden ihren ersten, folgenschweren Auftrag: Es gilt, die Hintergründe einer Reihe scheinbar willkürlicher Anschläge auf sowohl militärische als auch zivile Ziele zu überprüfen. Bald entdecken sie, dass alle Attentate Parallelen aufweisen. Gemeinsam mit einer geheimen Spezialeinheit begeben sie sich auf eine hochriskante Mission: Es gilt, den äußerst gefährlichen Drahtzieher (Taylor Kitsch) hinter einer großangelegten Verschwörung zu stoppen. Doch dieser hat nicht vor, sich von seinen todbringenden Plänen abbringen zu lassen und scheint stets einen Schritt voraus. Eine erbarmungslose Jagd beginnt ... (Text: Studiocanal Filmverleih)
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