KRITIK

America´s Sweethearts

America´s Sweethearts Die Liste der Hollywood-hinter-den-Kulissen-Filme ist lang. Was kann America´s Sweethearts also Neues berichten? Im Grunde genommen nichts! Dass Hollywood-PR-Berater gerissene Alleskönner, Studiobosse geldgeile Vollidioten und Hollywoodstars verwöhnte Kleinkinder sind, haben wir schon längst gewusst. Ein Gag-Feuerwerk auf dieser Basis zu zünden bleibt so überflüssig, wie den Chefredakteur mit einer alten Schlagzeile zu beeindrucken. Starpower muss her und von dem gibt es hier reichlich.
Mit einem prallen Aufgebot von Billy Crystal über Christopher Walken, angeführt von den beiden ungekrönten Hollywood-Diven Julia Roberts und Catherine Zeta-Jones versucht Regisseur und Ex-Studioboss Joe Roth nun im Stil einer Screwball-Komödie eine zu Herzen gehende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund einer Realsatire zu inszenieren. Der Versuch ist nett, die Umsetzung aber eher fade als faszinierend. Spielen sich pretty Julia Roberts und Zeta-Jones im heimlichen Konkurrenzkampf die Seele aus dem Leib, bleiben die zahlreichen Nebenrollen und das rhythmisch nicht immer konsequent gleichmäßige Tempo mit den zahlreichen Attacken auf das System so uninspiriert, wie der vorhersehbare Ausgang dieses müden Aschenputtel-Märchens. Nichts Neues aus Hollywood also.
Allein dem charmant natürlichen Auftritt des heimlichen Traumpaares Julia Roberts und John Cusack ist es zu verdanken, dass dieser Blick hinter die Kulissen Hollywoods nicht zum Flop wird. Diese beiden Sympathieträger als vom Leben zu wenig verwöhnte Branchenkenner sind das Eintrittsgeld wert. Neu-Studioboss Joe Roth sollte die Regiearbeit für die nächsten Projekte seines Revolution-Studios lieber anderen überlassen. In Punkto Screwball-Comedy bleibt er den Howard Hawks Fans vieles schuldig. Christian Gertz



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INHALT

Sie waren das Traumpaar Hollywoods. Doch die Schauspieler-Ehe von Gwen und Eddie existiert nur noch auf dem Papier. Die zickige Gwen hat sich bei den Dreharbeiten zu ihrem letzten Film in den Spanier Hector verliebt und Eddie war es letztendlich leid, die heile-Welt-Fassade noch länger aufrecht zu erhalten. Außerdem hat ihn die Trennung so sehr getroffen, dass er seine ganze Seelenpein in die heilenden Hände eines zwielichtigen Psycho-Gurus gelegt hat.
Die hungrige Presse schart derweil mit den Hufen und wartet gespannt auf den letzten gemeinsamen Film der beiden. Da dieser noch nicht fertig ist, wird der bereits ausgemusterte PR-Profi Lee Philipps beauftragt. Durch ein geschicktes Ablenkungsmanöver soll er die Aufmerksamkeit der Weltpresse auf eine vermeintliche Versöhnungsgeschichte lenken, um den letzten Liebesfilm der beiden erfolgreich zu promoten. Das ist aber alles andere als ein Kinderspiel. Helfen soll ihm Gwens Assistentin und Schwester Kiki, die für alle Wehwehchen ihrer Schwester zur Stelle ist und schon viele peinliche Auftritte wieder ins rechte Licht gerückt hat. Nun steht sie vor einem großen Loyalitätskonflikt: Soll sie ihrer anstrengenden Schwester oder ihrem Schwager (der heimlichen großen Liebe) zum Karriereschub verhelfen?
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Eure Kritiken zu America´s Sweethearts

  1. Renate

    EnttäuschendIch hatte mich so auf den Film gefreut, aber bis auf ein paar kleine Highlights hat er leider nicht viel zu bieten.

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