Da liegt man dann, am Ende des Lebens, regelt per Knopf die Schmerzmittelzufuhr, und das Einzige, was bleibt, ist ein Ferrari, den man nicht mehr fahren kann. Manni, den ein graubärtiger Peter Lohmeyer ungewöhnlich gebrechlich spielt, war mal ein bekannter TV-Schauspieler. Jetzt hat er Krebs und wartet im Hospiz aufs Ende. Nur seine Verflossene Rosi (Sibylle Canonica, die man sonst nie im Kino sieht – warum bloß, fragt man sich, so stark, wie sie hier spielt) will Manni noch mal sehen.
Dazu kommen seine drei älteren Kumpel, alle Jahrgang 1949: Justus (Burghart Klaußner) hat es geschafft, ist gestresster Workaholic, Harry (Henry Hübchen) ist immer noch der chaotische Frauenheld (und -Verlierer), der er schon immer war, und Bernhard ist zu seinem Elend Lehrer geworden: So pointiert war Armin Rohde lange nicht mehr.
Vier Männer, eine Frau und ihr Umgang mit dem Tod: depressive Kino-Kummerkost? Da ist Michael Klier vor. Der Selten-Filmer („Heidi M.“) schert sich nicht um ramaturgische Konventionen, lässt seinen recht lose arrangierten Plot immer wieder fast zum Erliegen, aber auf jeden Fall zur Ruhe kommen, verwitzelt nichts. Dafür manövriert er sein vorzügliches Darsteller-Quintett traumhaft sicher durch Rückblicks-Melancholie, kindliches Gekabbel und späte Neuanfangs-Euphorie. Sehenswert.




