Wenn der Tourbus im roten Sonnenlicht über endlose Highways fährt und langhaarige, bärtige Rockmusiker mehr oder minder fertig in ihren Sitzen hängen, dann werden Erinnerungen an Filme der 70er Jahre wach, in ihrer Ästhetik und ihrer mehr oder minder großen Kritik an der Kommerzialisierung der Rockmusik. In seinem autobiographisch gefärbten Film lässt der Regisseur Cameron Crowe, der für das Originaldrehbuch mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, die Faszination des Rock’n’roll wieder aufleben, wie auch dessen rasche Vermarktung. “Der Rock’n’roll ist am Ende” , wie es im Film heißt, aber sein Kritiker kann den letzten Hauch mitbekommen. Unprätentiös, wie amerikanische Filme oft sind, kommt die Entwicklung der Rockindustrie zur Sprache, vor dem Hintergrund einer klassischen Dreiecksgeschichte: einer Frau, die zwischen dem extrovertierten Künstler und dem intellektuellen “homebound” braven Jüngling steht. Dass sich die beiden in ihren jeweiligen Bereichen Hervorstechenden befreunden, gehört natürlich auch zur bekannten Spannungssteigerung. Doch wäre es kein amerikanischer Film, wenn die Freundschaft nach einem Bruch nicht doch wieder gekittet würde – ist auch die Wende sehr nett eingefädelt. Dass neben dieser Story über Freundschaft und (wahrer) Liebe auch die Kritik an dem Rockzirkus, den Eitelkeiten der Musiker, den eingeschliffenen Schemata der Musikpresse und der Ausnutzung der Fans vorkommt, unterscheidet diesen Film von anderen amerikanischen Produktionen und verbindet ihn ebenso, insofern diese unter der Oberfläche konventioneller Stories versuchen, bestimmte gesellschaftliche Praktiken zu beleuchten. (Nichtsdestotrotz spielt der Film auch mit der Ironie, wenn z.B. er in den 70er Jahren die unmögliche Vorstellung verortet, dass Mick Jagger einst mit 50 noch Rocksänger sein sollte!) Ein genau betrachtender Film über Rockmusik und Erwachsenwerden, der mit musikalischen und zeitgenössischen Zitaten gespickt ist und die Freunde der Rockmusik der frühen 70er Jahre zufrieden stellen wird. Rainer Bach
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1. Our Idiot Brother 7,5/10
2. 50/50 - Freunde.. 7/10
3. Liebenden, Die 7/10
4. 21 Jump Street 4,5/10
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Glücklich……, wer in den 70ern gelebt hat, denn der durfte das vielgerühmte Rock’n Roll-Feeling miterleben. Der Film läßt alle Unglücklichen erneut daran teilhaben und versetzt den Zuschauer in Groupie-Stimmung. Sehenswert.
Lustig ist das Rock’n'Roller-LebenEine Band am Rande des Nervenzusammenbruchs, bekiffte Rockstars als Heilsverkünder und Groupies, Groupies, Groupies. Ja, so müssen sie wohl gewesen sein, die 70er. Oder etwa nicht? Ganz egal: “Almoust Famous” nimmt mich mit auf eine Zeitreise, mag sie fiktiv oder real sein. Und ich steige gern ein in den Tourbus und fahre mit der Band durch Amerika. Weil Story und Protagonisten stimmig sind und mich manches an die eigene Jugend erinnert.