KRITIK

All the Boys love Mandy Lane

All the Boys love Mandy Lane Drogenkonsum rächt sich sofort, und auf Sex steht sowieso die Todesstrafe. Das weiß jeder, der genügend Teenie-Horrorfilme gesehen hat. Und manchmal wissen es sogar die Protagonisten in Teenie-Horrofilmen – wie im Falle von „Scream“, bis heute uneingeholt in Sachen intelligenter Genrereflexion bei gleichzeitigem Nervenkitzelspiel.

„All the Boys love Mandy Lane“ von Jonathan Levine ist leider nur eines von vielen Beispielen für ein Slasher-Movie, das hinter diesen selbstironischen Bewusstseinsstand weit zurückfällt. Der Beginn ist zwar vergleichsweise subtil inszeniert und schafft eine Stimmung melancholieumflorter Jeunesse dorée, die von fern an Sophia Coppolas „Virgin Suicides“ erinnert.

Da wird in einer vielversprechenden Party-Sequenz die unerreichbare, noch jungfräuliche Traumfrau Mandy Lane (die als Newcomerin gehypte Amber Heard) vorgestellt, deretwegen sich die Männer sogar als Mutprobe vom Dach stürzen – was als blutiger Unfall am Beckenrand statt mit imposantem Sprung in den Pool endet.

Aber im Folgenden, wenn Mandy und ein paar kiffende, koksende und saufende Schulfreunde zu einem Wochenende der erhofften Ausschweifungen auf eine einsam gelegene Farm aufbrechen, gelangt Regisseur Levine über Highschool-Horror-Konfektion nicht mehr hinaus. Ein Mörder schleicht ums Haus, der Strom fällt aus, das Zehn-kleine-Negerlein-Spiel kann beginnen. Dabei bedient der Film nicht nur die abgeschmacktesten Femme-fatale-Klischees, sondern ist auf eine leider übliche, ekelhafte Weise brutal.



Ähnliche Beiträge:

INHALT

Mandy Lane ist jung, sexy, bildhübsch und unerreichbar. All ihre Mitschüler sind bei dem Versuch, sie zu bekommen, gescheitert. Viele von ihnen würden sterben, um bei ihr zu landen - aber nur einer würde dafür töten.
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eure Kritiken zu All the Boys love Mandy Lane

  1. Kohloe

    All the Boys love Mandy Lane…oder auch nicht? Natürlich sieht sie gut aus, aber in meinen Augen nicht so Unwiderstehlich wie sie sein sollte bzw. wie der Film versucht sie zu inszinieren. Die Story ist schnell erzählt. Ein par Schüler fahren auf eine abgelegene Farm. Handyempfang und Zivilisation sucht man dort natürlich vergebens. Um den Zuschauer nicht zu langweilen gibts, nahezu selbstverständlich, einen kaltblütigen Mörder, der nach und nach die Clique um die Strecke bringt. Wie sollte es anders sein ist die Hauptdarstellerin eine der letzten Überlebenen.
    Generell ist im Film vieles vorhersehbar. Die Shock beziehungsweise Splatter Effekte sind keinesfalls neu und erschrecken höchstens Kleinkinder. Diesen sollte man den Film wegen manchen blutrünstigen Szenen jedoch dennoch nicht ans Herz legen.

    Das Ende ist zwar durchaus überraschend, einen „Aha!“-Effekt vermisst man jedoch.

    4 Punkte für einen Film der viele Klischees benutzt und wenig neues bietet.

    MfG, Kohloe

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*