KRITIK

About a boy – oder: Der Tag der toten Ente

About a boy - oder: Der Tag der toten Ente Die Vorfreude stieg schon mit den ersten Takten der großartigen Filmmusik von Damon Gough, besser bekannt als Bradly Down Boy. Seit Hugh Grant in „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ gänzlich gegen seine sonstigen Film-Charaktere besetzt wurde und hier, so viel war vorher bekannt, einen ziemlich faulen Egomanen spielen würde, durfte man noch mehr gespannt sein. Aber die Besetzung geht voll auf.
Das „American Pie“ – Regisseurduo Weitz hat auch hier seinen Sinn für Humor bewiesen und auf Grundlage des tollen, gleichnamigen Nick Hornby-Buches eine Komödie gebastelt, die die Lachmuskeln dauerhaft zappeln lässt. Durch Hugh Grant erhält der ja eigentlich miese Charakter Will seine Legitimation, ja es ist sogar ein Typ zum verlieben.
Der/die ein oder andere wird vielleicht den Hugh-Grant-typischen Augenaufschlag vermissen, doch mal ehrlich, das war gestern. Der Hugh Grant von heute spielt mehr als gekonnt gegen sein Image.
Aber auch die weiteren Hauptcharaktere sind durch ihre Besetzung hervorragend getroffen. Köstlich garniert wird dieses Stück nicht zuletzt durch den grandiosen Soundtrack von Badly Drawn Boy, dessen Songs konsequent für eine unaufdringlich leichte Hintergrundbeschallung
sorgen und damit der Komödie die passende Leichtigkeit verleihen.
Die Weitz-Brüder haben (wie bei Buchverfilmungen ja unumgänglich) einiges (auch für das Buch nicht Unwesentliches) weggelassen, aber auch ein paar wirklich nette Szenen hinzugefügt. Trotzdem bleibt der Film durch seine Vielzahl an Off-Kommentaren arg nah an einer reinen Buch-Erzählung. Sicherlich hätten mehr Punkte Szene für Szene dargestellt werden können (Charaktereichungen brauchen viel mehr Dialoge), aber zumindest wird dem Zuschauer die Geschichte im wesentlichen erzählt, er benötigt keine Vorlage und hat sogar noch mehr Spaß als mit dem Buch. Und das ist selten.
Somit konnte sowohl Hugh Grant als mieser Will als auch der ganze Film überzeugen. Im Großen und Ganzen eine nette Komödie, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Nico Gertz



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INHALT

Will ist charmant, gutaussehend, reich, aber auch oberflächlich und egozentrisch. Kurzum: Er ist der Typ, auf den viele Frauen fliegen. Ein unwiderstehlicher Herzensbrecher, der mit einer neuen Taktik auf Frauenfang geht.
Selbsthilfegruppen für allein erziehende Mütter und Väter ist genau der richtige Ort, um auf einsame Frauen zu treffen. Aber wie soll er als kinderloser Mann in so eine Gruppe gelangen? Ganz einfach: Will erfindet kurzerhand den kleinen süßen Ned und schon ist er als Mitglied willkommen. Sogleich macht er sich daran, die hübsche Susie verführen zu wollen. Aber es kommt alles ganz anders, als er dem Sohn ihrer Freundin begegnet.
Marcus ist ein 12-jähriger Junge, der sowohl in der Schule als auch Zuhause Probleme hat. Seine ungewöhnliche Mutter Fiona leidet unter Depressionen, und in der Schule wird Marcus von seinen coolen Mitschülern gehänselt. An dem Tag, an dem sich Marcus und Will zum ersten Mal treffen, versucht Fiona, sich umzubringen. Während Will nur hilflos dabei steht, sieht der Junge in ihm plötzlich die Lösung all seiner Probleme... Trailer hier anschauen.. (auf den Fernseher klicken).
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Eure Kritiken zu About a boy – oder: Der Tag der toten Ente

  1. tine

    perfekte unterhaltungEine Woche ist seit dem sehen dieses Kleinods vergangen und ich bekomme immer noch so ein angenehmes Gefühl im Bauch, wenn ich an den Film denke. DAS ist in jedem Fall schonmal 5 Punkte wert. Bei mir ist es 4 Jahre her das ich das Buch gelesen habe, es ist nicht mehr viel übrig an Erinnerung, auch wenn ich Nick Hornby durchaus verehre. Somit habe ich den Film wohl hauptsächlich als Film und nicht als VERfilmung gesehen. und als Film kann ich nur sagen: sehr gelungen. Hugh Grant ist in seiner Arroganz wunderbar (ich möchte jedoch nicht ausschliessen als weibliches Wesen da von seiner Präsenz nicht beeinflusst worden zu sein). Er sieht gut aus, er ist ein Arsch und nix kümmert Ihn wirklich. Und er erzählt uns dies alles voller Selbstironie aus dem Off. Dann passieren so ein paar Dinge, die er nicht geplant hatte und alles ein wenig durcheinander bringen, dann ein wenig mehr …. Marcus, der Will ein wenig auf den rechten Weg bringt, ist grossartig. So ein wenig wie die Looser auf dem Schulhof, bei denen man sich früher schon gefragt hat, ob die nicht vielmehr Ahnung vom Leben haben als man selbst ….? Blöd sahen Sie trotzdem aus und Marcus ist da keine Ausnahme … Nur IST er nicht blöd und das rettet in diesem Film einigen das Leben. Den Rest bitte anschauen. Zusammenfassend: Ein sehr unterhaltsamer Film über den man nachdenken kann oder sich einfach berieseln lässt … mit einem wunderbar trockenen/britischen Humor und dem besten Soundtrack seit langem.

  2. Udo

    Traurigkeit und WortwitzJede gute Komödie basiert ein bisschen auf Traurigkeit. Und neben jeder Menge Wortwitz und Situationskomik gibts wunderbar stille Momente. Ein Mix, den man weder Hugh Grant noch den American Pie Machern Weitz zugetraut hätte. Echt stark!

  3. Eliza

    lustiges Drama mit Happy-EndRichtig schönes Kino mit einem grandiosen Hugh Grant (allerdings kann er das nervöse Zucken nicht ganz lassen). Dafür ist Hugh einfach nur cool und mit seinem kleinen Co-Star bildet er ein noch cooleres Team. Auch wenn ich das Wort nicht leiden kann: ein Doppel-Cool!

  4. JamesGarner

    Kein Meisterwerkaber bestimmt die bisher beste Komödie des Jahres, Hugh Grant absolut klasse, der Junge aber auch. Coole Seite dies, weiter so…

  5. Jan

    Meisterwerk?Nein, würde nicht alles so sehr auf Unterhaltung ausgelegt, wäre es eine absolut klasse Komödie geworden. Jeder Gag ist etwas überspitzt, jede Mimik einen Tick zuviel. So bleibt es nur ein netter Film mit einem überzeugenden Hugh Grant.

  6. Lisa

    Sommer hitFür mich die beste Komödie des Jahres mit einem absolut niedlichen und hinreißenden Hugh Grant. Klasse

  7. Steffi

    Huuuuuuughmehr muss man wohl nicht sagen… Eine sehr gute Komödie und die vielleicht beste dieses Jahr. Gruß

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