Hollywood-Regisseur Ron Howard („Apollo 13“) schildert hier die Lebensgeschichte von John Forbes Nash (heute 73 Jahre alt), der zwischen Genie und Wahnsinn, in seiner Jugend eine These über Spielstrategien aufstellte, welche später die Wirtschaft nachhaltig beeinflussen sollte und für die er im hohen Alter mit dem Nobelpreis geehrt wurde.
Im Alter von 22 schon Doktor der Mathematik an der Princeton University, erkrankte der geniale Exzentriker mit 30 an paranoider Schizophrenie und fand erst 1990 wieder zu sich und ins Leben zurück. Diese reale Lebensgeschichte fand natürlich ohne Frage den Zuspruch von Hollywood und wird einem echten Hollywoodfilm auch dementsprechend gerecht – mit allen Vorteilen, aber auch Nachteilen.
Oscar-Gewinner Russel Crowe (meiner Meinung nach in seiner besten Rolle) spielt mitreißend und einfühlsam die innere Zerrissenheit Nashs und brilliert im Zusammenspiel mit Jennifer Connelly, die Nashs Ehefrau Alicia spielt. Hinzu kommt, dass es Howard gelungen ist, diese schwierige Thematik einem breiten Publikum zu öffnen. Die Erfolgskomponenten Authentizität, Herz, Schmerz und Spannung werden hier wohldosiert und in ruhigen, beeindruckenden Bildern so umgesetzt, dass der Zuschauer jederzeit mitfühlen und vor allem mitleiden kann. Typisch Hollywood bildet die Dankesrede des John Nash bei seiner Nobelpreisverleihung ein schönes Fazit des Films, dass “natürlich” nur die Liebe zählt. Leider liegt genau hier der Schönheitsfehler eines ansonsten grandiosen Films. Glattgebügelt und romantisiert wird die Lebensgeschichte von John Nash publikumsorientiert wenig autobiographisch dargestellt, denn im realen Leben hatte Nash z.B. seine Frau verlassen…. aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. Julia Berding
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