KRITIK

96 Hours

96 Hours Wenns nötig ist, reißt er den Eiffelturm ein: Liam Neeson, Ex-Boxer und bekannt als Charakterdarsteller in Filmen wie „Schindlers Liste“, gibt in „96 Hours“ zur Abwechslung mal den rachsüchtig brutalisierten Schlagetot.

Und das alles nur, weil seine Teenie-Filmtochter in Frankreich den Stadion-Rockern von U2 hinterhertouren will, aber zuvor von abgrundtief bösen albanischen Mädchenhändlern entführt wird. Keine Frage: Es handelt sich hier um Nachschub aus der Action-Schmiede von Luc Besson, der die Regie hier wie üblich einer Nachwuchskraft (Pierre Morel) überließ. Neeson spielt den Ex-CIA-Agenten Mills, dem zunächst eine Versager-Biografie angedichtet wird: Vor lauter Spionage kam die Familie stets zu kurz, doch nach Töchterleins Entführung jettet er prompt nach Paris, und zack-rumms gehts los: Rache!

Die „Transporter“-Klientel dürfte angesichts der typischen Besson-Mischung aus handgemachter Action und Computerspiel-Ästhetik frohlocken, denn spannend ists durchaus – Leichenberge hin oder her. Was aber auffällt, ist die völlige Abwesenheit von Ironie: Mills Gewaltrausch läuft so bärbeißig ab, dass man angesichts aller kompromisslosen Härte fast vergisst, um was für ein reaktionäres Selbstjustiz-Spektakel es sich hier eigentlich handelt.



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INHALT

Weil er sie jahrelang für seinen Regierungsjob vernachlässigen musste, hat Ex-Agent Bryan vieles gutzumachen bei seiner Tochter Kim. Als die 17-Jährige beim Urlaub in Paris verschleppt wird, bietet sich dem entsetzten Vater die Chance dazu. Mit beispielloser Härte und Konsequenz erklärt er albanischen Mädchenhändlern den Krieg, die Kim in einer geheimen Auktion versteigern wollen.
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Eure Kritiken zu 96 Hours

  1. Manni

    Ein enttäuschend schlechter Thriller. Vorhersehbar, ohne Verve und Spannung.

  2. Kohloe

    Kann man sich durchaus antun. Die Story ist zwar kein Kracher, aber durchaus vertretbar. Mit Bourne kanns der Film leider nicht aufnehmen.

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