KRITIK

8 mm / Acht Millimeter

Acht Millimeter Joel Schumacher, der bis dato einige erfolgreiche Regiearbeiten abgeliefert hatte („Falling Down“ , „Die Jury“, „Lost Boys“), hat mit Nicolas Cage („Con Air“, „The Rock“, „Lord of War“) in der Hauptrolle einen spannenden und düsteren Thriller inszeniert, der sich, ohne zu plakativ zu wirken, mit dem Themen Snuff und Selbstjustiz auseinander setzt.

Schumacher schafft es, eine überaus dunkle Athmosphäre zu erzeugen. Die angedeuteten Gewaltszenen wirken dadurch noch härter. Das ist wahrlich nichts für zartbesaitete Gemüter. Einige schwächen im Drehbuch werden durch den kaum endenden Spannungsbogen und den großartigen Soundtrack ersetzt (allen voran Aphex Twin mit „Come to Daddy“). Neben dem glänzend aufspielenden Nicolas Cage, sind die Nebenrollen mit dem jungen Joaquin Phoenix („Gladiator“, „Walk the Line“) sowie James Gandolfini („Die Sopranos“, „True Romance“) und Peter Stormare („Fargo“ , „Armageddon“) sehr gut besetzt.

Einziger Wehrmutstropfen ist die Frage, die sich am Ende des Films stellt: Wie weit würde man gehen, um Unrecht zu rächen?



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INHALT

Der ehrgeizige Privatdetektiv John Welles, der für seine Diskretion in hohen Kreisen Anerkennung genießt, wird von der reichen Witwe Mrs. Christian und dem Zwielichtigen Anwalt Longdale engagiert, um die Echtheit eines 8 mm Snuff-Films zu bestätigen, der nach dem Tode ihres Mannes in seinem Tresor aufgetaucht ist.

In diesem 8mm Film wird eine junge Frau von einem Mann mit schwarzer Ledermaske zu Tode gefoltert. Welles macht bei seinen Recherchen die Mutter der jungen Frau ausfindig. Es stellt sich heraus dass die junge Frau eine Ausreißerin ist und schon seit einiger Zeit vermisst wird.

Mit Hilfe des jungen Pornodistributors Max California stößt Welles bei seinen Nachforschungen immer tiefer in die bizarre Welt der Hardcore-Pornographie. Zudem gerät er an den schmierigen Porno-Produzenten Eddie Poole und in die Welt des Extrem-Fetisch-Künstlers Dino Velvet. Hier erfährt er einige interessante Details von Machine, dem Mann mit der Ledermaske, der oft in Dino Velvet Filmen zu sehen ist.

Während Welles bei seinen Ermittlungen mehr und mehr in dunkle Abgründe eindringt und die Echtheit des Films sich zu bestätigen droht, kommt es zu einem Treffen mit Dino Velvet. Als sich herausstellt, dass der Film echt ist, scheint es als würde es für John Welles nur eine Möglichkeit geben…
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