Joel Schumacher, der bis dato einige erfolgreiche Regiearbeiten abgeliefert hatte (“Falling Down” , “Die Jury”, “Lost Boys”), hat mit Nicolas Cage (“Con Air”, “The Rock”, “Lord of War”) in der Hauptrolle einen spannenden und düsteren Thriller inszeniert, der sich, ohne zu plakativ zu wirken, mit dem Themen Snuff und Selbstjustiz auseinander setzt.
Schumacher schafft es, eine überaus dunkle Athmosphäre zu erzeugen. Die angedeuteten Gewaltszenen wirken dadurch noch härter. Das ist wahrlich nichts für zartbesaitete Gemüter. Einige schwächen im Drehbuch werden durch den kaum endenden Spannungsbogen und den großartigen Soundtrack ersetzt (allen voran Aphex Twin mit “Come to Daddy”). Neben dem glänzend aufspielenden Nicolas Cage, sind die Nebenrollen mit dem jungen Joaquin Phoenix (“Gladiator”, “Walk the Line”) sowie James Gandolfini (“Die Sopranos”, “True Romance”) und Peter Stormare (“Fargo” , “Armageddon”) sehr gut besetzt.
Einziger Wehrmutstropfen ist die Frage, die sich am Ende des Films stellt: Wie weit würde man gehen, um Unrecht zu rächen?




