KRITIK

7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug

7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug Mit sieben Millionen Zuschauern war „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ der zweiterfolgreichste Film des Jahres 2004 in den deutschen Kinos. Da versteht es sich, dass Otto & Co. ein zweites Mal die Mützen aufsetzen mussten. Und wieder einmal ist Otto Waalkes der „spiritus rector“ der ganzen Zwergelei. Zusammen mit Regisseur Sven Unterwaldt und seinem langjährigen Gagschreiber Bernd Eilert verfasste er das Drehbuch und spielt einmal mehr den unbedarften Zwerg Bubi. Dabei hat sich das kreative Trio um Waalkes diesmal auf erzählerischer Ebene etwas besonderes ausgedacht: eine Art Fortsetzung des Schneewittchen-Märchens. Als die schöne junge Mutter Schneewittchen (Cosma Shiva Hagen) einer Intrige des ergrauten Haushofmeisters Spliss (Hans Werner Olm) zum Opfer fällt, der im Tausch gegen ein paar blonde Locken ihr Kind an Rumpelstilzchen (böse: Axel Neumann) verschachert hat, ist es nun ausgerechnet an Bubi, die anderen sechs Zwerge zusammen zu trommeln, um das Leben des Thronfolgers zu schützen. Dabei werden die sieben auf ihrer Reise – unter anderem ganz „Harry Potter-like“ durch einen Spiegel an einer Bahnhofssäule – durch die Zeit geschickt, um im heutigen Hamburg zu landen und schließlich einen großen Komödianten zu befragen, der schon im ersten Teil stets Rat wusste.

Schade ist, dass Regisseur Unterwaldt eine wirklich zusammenhängende Story der kleinteiligen Häppchendramaturgie des von Werbepausen gegliederten Privatfernsehens opfert (Unterwaldt ist auch Regisseur der Pro7-Märchenstunde). Zwar bekommen angesichts der Fülle von einzelnen, zum Teil durchaus originellen Ideen, tolle Comedians und sonstige Super-VIPs in den Genuss eines Leinwandauftrittes, doch der Plot und andere Handlungsstränge werden dabei sträflich vernachlässigt. Das wird dem Zielpublikum aber egal sein. Um dieses nicht zu überfordern, wurden den zahlreichen Gaststars große Freiheiten eingeräumt. So können Comedy-Größen wie Mirco Nontschew, Olli Dietrich und Co. das tun, was sie am besten können: Ihrer Rolle eine ganz eigene Note geben. Aufgrund dieser zahlreichen Comedians wird somit auch der zweite Zwergenstreich ein großer Hit an der Kinokasse werden. Großes Zwergenehrenwort!



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INHALT

Nach dem Umzug der Hexe ins Knusperhaus kann Schneewittchen einen Thronfolger gebären. Er ist dem Vater, der sich längst aus dem Staub gemacht hat, wie aus dem Gesicht geschnitten. Als Schneewittchens Assistent Spliss durch ein böses Missverständnis den Thronfolger "verspielt", droht der neue Vater Rumpelstilzchen mit der Adoption des Kleinen. Doch Schneewittchen kennt die Lösung: Die Zwerge sollen den Namen des Unholds erraten und dem Spuk ein Ende bereiten. Doch leider sind sie in alle Winde zerstreut. Der kleine Bubi macht es sich zur Aufgabe, die Sieben wieder zu vereinen.
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Eure Kritiken zu 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug

  1. Unbekannt

    Ich finde diesen Film genial!!! Ich finde vor allem die Brüder Sunny und Cloudy genial!!!

  2. udo

    mist, reingefallen. Teil 1 war eine Überraschung, Teil 2 ist ein albernes Comedy-Festival. Wohl nur etwas für Grundschüler!

  3. Jan

    Noch viel lustiger als der erste Teil. Die Zeichensprache von Ralf Schmitz war einfach zum totlachen.

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