KRITIK

22 Bullets

22 Bullets Wer hat mal wieder Lust auf Jean Reno in seiner bekannten „Léon – Der Profi“- Rolle? Hier ist der passende Film. „22 Bullets“ orientiert sich an den derzeit virulenten französischen Brutalo-Actionern aus Luc Bessons Produktionsschmiede ebenso sehr wie am traditionellen Rachethriller der 1970er Jahre („Death Wish“-Reihe mit Charles Bronson, „Dirty Harry“-Reihe mit Clint Eastwood).

Hier lebt Jean Reno alias Charly Mattei zu Beginn ein braves Familienleben. Erst als er in einem Parkhaus mit 22 Schüssen niedergestreckt wird, erfährt der Zuschauer, dass es sich bei ihm um den vor Jahren abgetauchten Mafiapaten handelt, mit dem seine einstigen Gefährten noch Rechnungen offen haben. So sicher wie es ist, dass sich Charly nach der überlebten Attacke auf einen blutigen Rachefeldzug begibt, so erwartbar ist es auch, dass alles in der Geiselnahme seiner Familie kulminieren wird.

Klar: Der Mann sieht rot, auch wenn er sich dafür minutenlang durch ein Dickicht zwickender Stacheldrähte robben muss. Wenn man über die reaktionäre, ausgelutschte und völlig ungebrochen präsentierte Rachethematik hinwegsieht: Zugegeben: Als Genrestück funktioniert „22 Bullets“ bestens. Katharsis und Unterhaltung um jeden Preis. Auch weil Darsteller Jean Reno und Regisseur Richard Berry keine Kompromisse machen. Und Komiker Kad Merad („Willkommen bei den Sch´tis“) mal als psychopathischen Migräne-Mafioso zu erleben, das hat auch was.



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INHALT

Charly Matteï, Schwerverbrecher im Ruhestand, wird von einem Mordkommando überfallen und mit 22 Kugeln niedergestreckt. Er überlebt schwer verletzt. Kaum genesen, beschließt Charly, die Verantwortlichen des hinterhältigen Anschlags auf sein Leben zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.
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