KRITIK

2001 – Odyssee im Weltraum

2001 – Odyssee im Weltraum 1965 begann Filmregisseur Stanley Kubrick zusammen mit dem Schriftsteller Arthur C. Clarke (der mit seiner Kurzgeschichte „The Sentinel“ die Grundlage zu der Filmidee lieferte) die Arbeit an dem „endgültigen Science Fiction Film“ „Journey beyond the Stars“ (Arbeitstitel). Ihr Antrieb lag vor allem darin, mit den gängigen Klischees aufzuräumen, die in den 60ern vorherrschten. Weg von den unrealistischen Raumschiffen und martialischen Alienkämpfen, hin zu einer realen Geschichtsstunde.
Bis die erste Klappe fiel waren über 2 Jahre Vorbereitungszeit vergangen. Etliche Wissenschaftler der NASA wurden befragt und junge (Film-) Talente engagiert. Es sollte ein möglichst realer (!) Science Fiction Film entstehen. Um es vorweg zu nehmen: Das gelang ihnen auch!

Über lange 139 Minuten wanken die Raumschiffe/-stationen im Walzertakt durchs Weltall und bildgewaltige Sequenzen verlangen nach einem Erzähler aus dem OFF, der dem Betrachter die Aussage dieser Bilder näher bringen möge. „Wenn ein Zuschauer diesen Film nach einmaligem Ansehen versteht, haben wir versagt“ ließen Regisseur Kubrick und Drehbuchautor Clarke vor der Premiere im Jahre 1968 verlauten. Kubrick, der als ehemaliger Fotograph für seine Bildsprache mit den Werken „Wege zum Ruhm“ (1957) und Spartacus (1960) bekannt geworden war, leistet sich den Luxus, Zeit vorzuführen. Deshalb kann es dem Kinobesucher sehr leicht fallen, diesen Film zu hassen. Lange Einstellungen, Zeitlupe, der staunende Betrachter befindet sich auf einem Schleudersitz der Evolutionsgeschichte.

Kein Film bietet so viel Stoff zur Interpretation. Es wimmelt vor Symbolizismen, Metaphern und skurilen Einfällen. Dem Zuschauer wird alles abverlangt, vor allem ein hochgradig intellektueller Anspruch. Betrachtet man einige Details genauer, hält man des öfteren den Atem an. Die Weitsicht Kubricks ist beängstigend. Der Film hat die Zeit noch längst nicht eingeholt. 2001 – Ein Kino-Abstraktum mit Sucht-Gefahr, so faszinierend, wie Kino nur sein kann.



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INHALT

Zunächst eine schwarze Kinoleinwand, eine Ouvertüre erklingt aus den Lautsprechern. Dann geht der Vorhang - und bei Kubrick zeitgleich die Sonne auf...

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Das Team einer Raumstation entdeckt einen schwarzen Monolithen auf der Oberfläche des Mondes. Das Gerücht einer Epidemie wird in Umlauf gebracht, um mögliche Besucher vom Mond fernzuhalten. In der Zwischenzeit entwickeln Wissenschaftler ein Raumschiff, das nach Ausrichtung und Ziel des Signals, dem Planeten Jupiter, suchen soll. Die lange Reise kann beginnen. Der einzige, der über die Inhalte der Mission informiert wurde, ist der Bordcomputer HAL 9000.
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Eure Kritiken zu 2001 – Odyssee im Weltraum

  1. phil

    Meilensteinnicht nur ein Meisterwerk – ein Meilenstein der Kinogeschichte, die Mutter aller Science Fiction Filme, philosophisch, visionär.

  2. TheFan

    GenialEiner der besten Filme der gesamten Kinogeschichte!!!

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