KRITIK

17 Again

17 Again Wie oft hört man diesen deprimierenden Satz: Du hast ja nur das eine Leben. Gemeint sein mag er als Carpe-Diem-Aufforderung, eingeschrieben ist ihm aber auch, dass einmal verpasste Chancen unwiederbringlich passé bleiben.

Davon gibt es im Falle von Mike O`Donnell (Matthew Perry) einige, nicht zuletzt hat er der Liebe, genauer: einer ungeplanten Schwangerschaft wegen seine Karriere als Basketball-As drangegeben. Der heute vollkommen frustrierte, von seiner Frau und den Kindern verachtete Mittdreißiger, der ausgerechnet in einer Firma für Potenzmittel arbeitet, hat jedoch Glück. Er bekommt die Gelegenheit, noch einmal in seinen 17-jährigen Körper zu schlüpfen, was ihm der magisch begabte Hausmeister seiner alten Schule ermöglicht. Gut, irgendwie müssen Komödien dieser Art ja in Gang kommen.

Ausgestattet mit dem Wissen seiner späteren Jahre, drückt der jugendlich verwandelte Mike, nun von Zac Efron gespielt, noch einmal die High-School-Bank, wo er unter anderem seinem Sohn zu mehr Selbstbewusstsein verhilft und seiner Tochter den falschen Freund auszureden versucht.

Das klingt nach dem „Zurück in die Zukunft“-Rezept, und an diese Michael-J.-Fox-Vehikel erinnert Burr Steers` Film auch. Außerdem an dutzende der Hollywood-üblichen „Bodyswitch“-Komödien im Stile von „Freaky Friday“ und Artverwandtem.

Sicher, es gibt ein paar konstellationsbedingt lustige und peinliche Situationen, aber insgesamt strahlt der Film eine solche asexuelle, sterile Teenie-Glätte aus wie das Gesicht von Zac Efron, dem Mädchenschwarm der Stunde, der hier als Oberlehrer in Schlacksgestalt bitter ernst gemeinte Warnungen vor unbedachtem Geschlechtsverkehr unters Jungvolk bringen darf



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INHALT

Abschlussklasse 1989: Dem attraktiven Mike O`Donnell steht eine glänzende Zukunft als Football-Star bevor und die Mädchen liegen ihm zu Füßen. Statt den Weg des Erfolgs zu gehen, entscheidet er sich jedoch für das gemeinsame Leben mit seiner Freundin Scarlett, die zudem ein Kind von ihm erwartet. 20 Jahre später ist seine Ehe kaputt und auch beruflich hat er es nicht weit gebracht. Doch Mike bekommt durch ein Wunder eine zweite Chance und ist körperlich plötzlich wieder 17 Jahre alt. Nun liegt es an ihm, zu erkennen, was ihm wirklich wichtig ist.
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