DVD / BLU-RAY TIPP

Twisted Nerve – Teufelskreis Y

Die DVD-Edition enthält auf einer DVD die geschnittene deutsche Kinofassung und auf einer weiteren DVD die ungeschnittene Originalfassung des Films.

Martin Durnley (Hywel Bennett), ein junger Mann ohne Orientierung, lernt bei einem Ladendiebstahl Susan Harper (Hayley Mills) kennen. Aufgrund vorher ausgetauschter Blicke nimmt der Kaufhausdetektiv an, die beiden würden zusammen gehören, was jedoch nicht der Fall ist. Durnley zieht sich aus der Affäre, indem er in die Rolle eines geistig zurückgebliebenen Jungen mit dem Namen Georgie schlüpft. In dieser Rolle macht er sich an Susan heran und zieht schließlich sogar in ihr Haus ein, da Susans Mutter Joan (Billie Whitelaw) eine Pension betreibt. Dort macht er sich mit seinen einwandfreien Manieren sofort beliebt. Dabei bleibt aber im Unklaren, welche Ziele er verfolgt.

Regisseur Roy Boulting schafft es – in seinem 1968 veröffentlichten Film – durch die Charade, die Martin Durnley mit Susan und den übrigen Menschen spielt, eine Stimmung latenter Spannung zu erzeugen. Die Persönlichkeit des zurückgebliebenen Georgie wirkt als erfundene Identität Martin Durnleys bedrohlich, weil sie einzig darauf ausgelegt ist, die Mitleidsgefühle seiner Umgebung auszunutzen. Durnley erreicht auf diese Weise Sympathien, die ihm sonst nicht entgegen gebracht werden würden. Er verfügt über eine Macht, deren Stärke an sich bereits angsteinflößend ist. Da der genaue Zweck seiner Übung im Dunkeln bleibt, entsteht eine zusätzliche Anspannung, die nach der Einführungsphase des Films stets präsent bleibt. Perfide Planung und möglicher Wahnsinn gehen eine dramatische Liaison ein, die keine Ruhe mehr lässt.

Bildqualität

Die Bildqualität der DVD ist angesichts des Filmalters sehr gut. Konturen und Detailreichtum schwanken zwischen gut und gutem Durchschnitt. Die Farben wirken knackig und der Kontrast leistet sich keine Schwäche. Das Bild bleibt weitgehend ruhig.

Tonqualität

Der Mono-Ton ist in Ordnung. Nennenswertes Rauschen tritt nicht in Erscheinung, die Dialoge lassen sich gut verstehen. Teilweise könnte die Kulisse etwas mehr Dynamik vertragen, aber insgesamt können die Tonspuren überzeugen. Die nicht deutsch Synchronisierten Szenen der längeren Fassung wurden deutsch untertitelt.

Extras

Das Bonusmaterial besteht aus einer Bildergalerie und einem 8-seitigen Booklet, das einen ganz netten Text über die Musik des Films, das Thema der Verwandtschaft von genetischer Vorbelastung und gewalttätigem Verhalten sowie kurze Anmerkungen zu den Hauptdarstellerin enthält.

Eine ausführliche Version des Textes ist hier bei www.dvdheimat.de erschienen.

  



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