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„Game of Thrones“ – Staffel 1

GoT_Staffel_1Es ist mittlerweile die erfolgreichste und wohl spektakulärste Fantasy-Serie aller Zeiten. Und mit ihr eröffnen wir ein Kapitel, das sich verstärkt mit dem Thema „TV-Serien“ beschäftigen wird. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Gräben zwischen Kino und Fernsehen tief und unüberwindbar schienen. Immer öfter tauchen nunmehr namhafte Hollywood-Darsteller aus der ersten Reihe auch in TV-Serien auf. Noch vor mehr als fünfzehn Jahren nahezu undenkbar. Doch ehemalige Serien-Erfinder wie J.J. Abrams sitzen neuerdings auf dem Regiestuhl von Kino-Heiligtümern („Star Wars“), unbekannte Seriendarsteller werden zu Kino-Idolen (Jason Bateman, Jennifer Love Hewitt und Co.), Filmregisseure wie Steven Spielberg (Band of Brothers), David Fincher (House of Cards) oder Martin Scorsese (Boardwalk Empire) arbeiten längst auch für das Fernsehen und nicht erst seit „The Sopranos“ hat sich die Kluft zwischen Serien- und Kinorolle auch in finanzieller Hinsicht aufgelöst.

Mit Serien wie „Sex and the City“, „Sopranos“, „Band of Brothers“, „The Wire“ und nicht zuletzt „Game of Thrones“ hat sich der US-amerikanische Bezahlsender Home Box Office, kurz HBO, einen Stellenwert erarbeitet, der ohne Übertreibung mit dem Attribut „Pionier“ betitelt werden kann. Der amerikanische Fernsehprogrammanbieter nutzt in kreativer Hinsicht Freiräume, die durch die Tatsache entstehen, das er als reiner Abonnentensender nicht der Aufsicht und den Einschränkungen durch die unabhängige Programmbehörde FFC unterliegt. Nacktheit, exzessive Gewalt, Sexszenen oder Dialoge mit sexuellen Anspielungen wie auch Flüchen waren und sind deutlicher Teil des Repertoires und waren und sind stets eingebettet in qualitativ hochwertiges Erzählen.

So verwundert es auch nicht, dass die sehr brutalen und freizügigen Fantasy-Romane „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin in den TV-Produzenten David Benioff und D.B. Weiss begeisterte Fans fanden und natürlich von HBO für´s US-Fernsehen umgesetzt werden konnten. Mit großem Erfolg bei den Kritikern und bei einem mittlerweile weltweiten Publikum. Diese starke Konkurrenz für´s Kino kommt auch bei den Schauspielern sehr gut an. Längst ist also im Bereich der Berichterstattung höchste Eile geboten, um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen. Die weltweit größte Datenbank, die Internet Movie Database, kurz imdb, sortiert nun neben den Filmen auch die besten TV-Serien in einer Skala von 1-250. Wir haben uns die besten fünf auf der von den Usern gewählten Skala genauer angesehen und starten mit „Game of Thrones – Staffel 1“. Spoilerfrei. Viel Spaß.

Was passiert?

Die Serie beginnt, sehr eng am Buch (s.o.), zu einem Zeitpunkt, als ein neuer Machtkampf im Spiel um den Thron („Game of Thrones“) zu entbrennen droht. Die maßgeblich Beteiligten sind die mächtigen Adelsfamilien Stark, Lennister und Baratheon. König Robert Baratheon (Mark Addy) fragt seinen alten Freund Lord Eddard Stark (Sean Bean), ob dieser ihm als sein oberster Berater dienen will. Eddard vermutet, dass sein Vorgänger Jon Arryn, der für Robert und ihn wie ein Ersatzvater war, ermordet worden ist. Es stellt sich heraus, dass das Haus Lennister, aus dem auch Roberts Ehefrau Cersei (Lena Headey) stammt, eigene Ziele hinsichtlich des Eisernen Throns verfolgt. Der Konflikt zwischen diesen Familien und den anderen einflussreichen Adelshäusern (wie den Graufreuds, Tullys, Arryns und Tyrells, also insgesamt sieben!) führt schließlich zum Bürgerkrieg.

Gleichzeitig erwacht im Norden, jenseits der gewaltigen Mauer, die das Land der Starks im Norden vom Land der „Nordlinge“ trennt, eine uralte und gefährliche Macht, von der aber während der Thronkämpfe im Süden kaum jemand Notiz nimmt. Damit beginnt die Pilotfolge, die im November 2009 aufgenommen und bei HBO im April 2011 ausgestrahlt wurde. Jenseits des Meeres im südlichen Grenzgebiet auf dem Kontinent Essos planen in der Zwischenzeit die letzten überlebenden Mitglieder der ehemaligen Königsfamilie Targaryen die Rückkehr nach Westeros, um den Thron zurückzugewinnen.

Die wichtigsten Charaktere

Szene_GameOfThronesSeason1EpisodeIm Mittelpunkt der ersten Staffel, deren Episoden größtenteils von den beiden Masterminds der Serie, David Benioff und D. B. Weiss, geschrieben wurden (acht von zehn), stehen die Familien jeweils am Rande der nördlichen und südlichen Grenzregion des fiktiven Fantasy-Reiches. Die Starks aus dem Norden (um Ehemann und Vater von vier Kindern, Eddard Stark) müssen ihr Familienoberhaupt gen Süden ziehen lassen. Lord Stark nimmt auf seiner Reise mit dem König nach Süden seine beiden Töchter Arya (Maisie Williams) und Sansa (Sophie Turner, die Prinz Joffrey heiraten soll) mit. Während Lord Stark in der Hauptstadt mit Intrigen zu kämpfen hat, planen die Targaryens im Süden, den Thron zurück zu erobern. Dazu soll Daenerys Targaryen (Emilia Clark) den Stammeshäuptling Khal Drogo (Jason Mamoa) heiraten, um mit dessen kampferprobten Truppen Westeros zu erobern.

Was wirklich passiert

Familie ist das wichtigste. Familienvater Ned Stark (Sean Bean) weiß, dass es das Beste für seine Familie ist, wenn er dem Bitten seines Königs nachgibt und ihm in die Hauptstadt folgt – allerdings mit fatalen Folgen. Denn: Ist der Vater aus dem Haus bzw. länger fort, ist das nicht gut für eine Familie, in diesem Fall löst sie sich auf. Und während auf der einen (nördlichen) Seite eine Familie auflöst, entsteht im Süden des Reiches eine neue. Daenerys Targaryen (Emilia Clark) heiratet den Krieger Khal Drogo. Und mit ihnen ensteht etwas Neues. Etwas sehr Kraftvolles. Die Familie als Triebfeder für zwei unterschiedliche Richtungen. Entstehung und Zerfall.

 




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