DVD / BLU-RAY TIPP

Hotel der toten Gäste

Hotel der toten Gäste„Hotel der toten Gäste“ bezieht sich auf den Roman „Die rote Vase“ von Heather Gardiner und vereint mit Joachim Fuchsberger sowie Karin Dor zwei der beliebtesten deutschen Schauspieler der 1960er Jahre.
Die beiden halten sich als Reporter Barney Blair (Joachim Fuchsberger) und Gilly Powell (Karin Dor) für eine britische Zeitung beim Schlagerfestival von San Remo auf. Gilly soll darüber berichten, während Barney einem merkwürdigen Todesfall auf die Schliche kommen will. Ein Informant wurde in seinem Londoner Büro ermordet. Um sich vom Verdacht reinzuwaschen, reist Barney ins italienische San Remo, da der Informant etwas mit dem dort stattfindenden Schlagerfestival zu tun hat. Wenig später wird die Leiterin einer Plattenfirma im Hotel tot aufgefunden. Diverse Gäste haben etwas zu verbergen, so dass es hier Motive wie Sand am Meer gibt. Selbst Barney benimmt sich bisweilen etwas merkwürdig.
Der nostalgisch anmutende Krimi hält hauptsächlich im Inneren der Herberge auf, die mit ihren Zimmern eine ideale Kulisse für das rätselhaft gewebte Kammerspiel ist. Sie bietet Regisseur Eberhard Itzenplitz die Möglichkeit, mit den Fluren sowie der Anordnung der einzelnen Zimmer zueinander zu spielen. Wenn eine neue Tat entdeckt wurde, stellt sich die Frage, wer sich zum entsprechenden Zeitpunkt wo aufgehalten hat. Die einzelnen Standorte der Personen werden zu Variablen im Raum, deren Verknüpfung etwas über die Beziehungen der Figuren untereinander zu erzählen weiss. So entwickelt sich auch über die kriminalistische Ermittlung ein Geflecht miteinander verbundener beziehungsweise konkurrierender Interessen. Macht, Geld sowie Integrität sind die Einflussgrößen bei diesem Spiel, an dem die Verdächtigen teilnehmen. Die Bedrohungssituation ist in „Hotel der toten Gäste“ nur ein wichtiger Nebenschauplatz, der kleine Spannungsspitzen zu bieten hat, die Dynamik unterschiedlichster Menschen an einem Ort prägt den Krimi entscheidender.

Bildqualität

Der Film präsentiert sich auf der DVD mit einer Schärfe, die angesichts des Filmalters gut ist. Die Konturen können mit weitgehender Klarheit überzeugen, nur gelegentlich wirken sie etwas weich. Vor allem bei Bewegungen ist die Schärfe schwächer ausgeprägt. Der Kontrast sorgt für ein differenziertes Bild, das die einzelnen Elemente gut herausarbeitet, auch der Schwarzwert überzeugt. Verschmutzungen oder Defekte gibt es kaum.

Tonqualität

Die DD 2.0 Tonspur leistet sich keinen nennenswerten Schwächen, da die Dialoge gut verständlich sind und kaum Rauschen vernehmbar ist. Leichte Verzerrungen überraschen nicht, spielen sich aber nicht in den Vordergrund.

Extras

Das Bonusmaterial besteht aus einem Nachdruck des Filmprogramm-Heftes „Illustrierte Filmbühne“, das die komplette Handlung des Krimis verrät und nur die Lösung ausspart.

Eine ausführliche Version des Textes ist hier bei www.dvdheimat.de erschienen.



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