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Mrz 2011
29
Zack Snyder, „Sucker Punch“ (USA 2011), gesehen am 28.03.2011 in Köln

„Kino ist….? Mit schönen Frauen schöne Dinge tun zu können“ hatte der französische Filmkritiker und Filmregisseur Francois Truffaut einmal gesagt. Ob der amerikanische Regisseur Zack Snyder diese Worte kennt? Oder hat er gar nach ihnen diesen Film erdacht? Schon der Trailer zu „Sucker Punch“ ließ keinen Zweifel daran, dass es ihm um drei Dinge geht: Um schöne Frauen, schöne Frauen und Action. Dieses Action-Fantasy-Drama dreht sich um die junge Babydoll (Emily Browning), die den Zuschauer mit lebhafter Vorstellungskraft eine Traumwelt erleben lässt. Die Traumwelt ist eine Flucht aus der grausamen Realität, die die 20jährige Waise nicht mehr aushält. Nachdem ihre Mutter gestorben ist und der Stiefvater klare Absichten ihr und ihrer kleineren Schwester gegenüber hegt, greift sie bei einem erneuten Angriff des Stiefvaters auf die Schwester zur Waffe und versucht, den Peiniger zur Strecke zu bringen. Doch versehentlich trifft sie nicht den Gräueltäter sondern ihre kleinere Schwester.

Der Stiefvater lässt die 20jährige nach ihrem Zusammenbruch in eine geschlossene Anstalt einweisen. Hier lernt sie vier weitere Mädchen kennen, die souveräne Sweet Pea (Abbie Cornish), ihre freimütige Schwester Rocket (Jena Melone), die gerissene Blondie (Vanessa Hudgens) und die schüchterne Amber (Jamie Chung). Gemeinsam entwickeln sie einen Plan, um sich aus den Händen des gerissenen Wächters Blue (Oscar Isaac) und der Psychologin Madam Gorski (Carla Gugino) zu befreien.

Snyder, der auch das Drehbuch zum Film schrieb bediente sich für seine Story sehr offensichtlich bei bekannten Vorlagen aus der Film- und TV-Historie wie zum Beispiel bei „Durchgeknallt“ (USA, 1999) oder der TV-Serie „Twilight Zone“. Sei´s drum. Was aber zum Ende der 109 Minuten Spielzeit wirklich zum großen Ärgernis wird, sind nicht die wieder einmal hervorragenden Bilder, sondern die allzu grob und klischeehaft gezeichneten Charaktere und die nach Paulo Coelho anmutenden, esoterischen Durchhalteparolen. Das lässt in diesem wilden Fantasy-Mix aus „Durchgeknallt“, „Showgirls“, „Kill Bill“ mit einer Prise „Inception“ einen mehr als faden Beigeschmack zurück. Nein, mehr noch, der Film hat mehr B-Film-Trash-Charakter als Kick-Ass-Girl-Power.



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