AKTUELL IM KINO

wunderbare Garten der Bella Brown, Der

Natur? Mit etwas so Chaotischem kann die ordnungsverliebte Bibliothekarin Bella Brown nichts anfangen. Blöd, dass sie der miesepetrige alte Nachbar (Tom Wilkinson, „Michael Clayton„) bei der Hausverwaltung anschwärzt: Ihr Garten sei zu verwildert. Bella hat nun einen Monat Zeit, die Beete zu ordnen.

Regisseur Simon Aboud hatte so etwas wie eine britische Variante von „Die fabelhafte Welt der Amélie“ im Sinn, der deutsche Verleihtitel winkt auch sichtlich mit dem Zaunpfahl. Statt Audrey Tautou darf darin „Downton Abbey“-Star Jessica Brown Findlay die verschroben-süße Außenseiterin geben, die es mit drei Typen zu tun bekommt: Mit dem Wutrentner von nebenan freundet sie sich irgendwann an, ein Koch mit Zwillingstöchtern (Andrew Scott, der Moriarty aus der TV-Serie „Sherlock“) nistet sich bei ihr ein, und der nerdige Erfinder Billy (Jeremy Irvine) bietet sich als romantische Option an.

Alles in diesem Film ist niedlich, nett und wohlgestalt, zur Schau stellt sich eine englische Parallelwelt. Die Blumen blühen bunt wie auf Instagram, die Einrichtung sieht aus wie frisch bei Manufactum zusammengekauft, und selbst prekär beschäftigte Bibliotheksgehilfinnen leisten sich eigenes Küchenpersonal. Gewiss, dies ist ein Märchen, aber so ganz ohne Überraschungen kamen selbst die Grimms nicht aus.

 

 



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