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Okt 2006
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Wolfgang Murnberger: Lapislazuli – Im Auge des Bären (Österreich / D / Lux 2005) (gesehen am 01.10.2006, Sonder-Preview in Münster, Christian)

Mehrfilm.de hatte 3×2 Eintrittskarten für die Sonder-Preview des Films „Lapislazuli – Im Auge des Bären“ verlost. Zusammen mit unseren und anderen Gewinnerinnen und Gewinnern weiterer Verlosungen war das Kino an diesem Sonntagmorgen jedoch nur mit etwa 50 Besuchern besetzt. Schade! Vielleicht waren mit der Filmbörse in der Halle Münsterland, den zahlreichen Aktionen rund um das WM-Sommermärchen oder dem herrlichen Sonnenschein die Alternativen einfach zu attraktiv? Doch nun zum Film.

Wolfgang Murnberger ist kein Garant für leichte Kost. Der österreichische Regisseur wurde mit den kongenialen Wolfgang- Haas-Verfilmungen wie „Komm, süßer Tod“ und „Silentium“ bekannt. Hier hat er seine Lieblingsthemen wie Tod, Verlust und Trauer in einen Jugendfilm gepackt. Murnberger würde sagen: ein Kinderfilm für Erwachsene. Ein bisschen Fantasy, ein bisschen Krimi, und ein Liebesfilm ist es aber auch noch geworden. Dabei beginnt alles ganz harmlos: Die 13jährige Sophie (überzeugend: Julia Krombach) macht mit ihrem Vater, der Stiefmutter und ihrer Stiefschwester Urlaub in den Bergen. Es soll ein versöhnlicher Urlaub werden. Doch Sophie ist sauer auf ihren Vater. Dieser hatte sich nach dem Tod der Ehefrau und Sophies Mutter viel zu schnell wieder neu verliebt. Als Sophie einen Meteorit am Himmel entdeckt, der in das Bergmassiv einschlägt, nimmt sie Reißaus. Auf ihrer Reise durch die Berge wird sie von einem Neandertalerjungen überrascht, den der Meteorit aus dem Gletschereis befreit hatte. Bataa, so sein Name, ist auf der Suche nach einem Bärenfell, um seine letzte Reise antreten zu können.

Murnberger erzählt eine spannende Geschichte über ein ernstes Thema. Auch wenn der Film, der in einer tollen Bergkulisse spielt, einige Startschwierigkeiten mit arg ausgewalzten Familienproblemen hat, entwickelt er sich nach und nach zu einem mitreißenden Abenteuer für Groß und Klein. Das fanden übrigens auch die Gewinner unserer Verlosung, die sich nach dem Film ein Autogramm bei der anwesenden Hauptdarstellerin Julia Krombach abholen konnten.



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