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Aug 2015
10
„True Story“ von Rupert Goold

Michael Finkel (Jonah Hill, „21 Jump Street„) steht als Reporter der New York Times kurz vor dem Pulitzer-Preis, als auffliegt, dass er es mit der Wahrheit nicht immer ganz sooo genau nahm. Als er deswegen seinen Job verliert, stößt der Entlassene auf einen gefährlichen Fan und eine Story mit Potenzial: Der des Mordes an seiner Familie verdächtigte Christian Longo (James Franco, „127 Hours„) hat sich vor seiner Verhaftung als Finkel ausgegeben. Der Reporter trifft sich mit dem Gefangenen, der ihm die „wahre Geschichte“ verspricht – und ein falsches Spiel spielt.

Was von Debütregisseur Rupert Goold sicher als fesselnder Psychothriller gedacht war und eingangs tatsächlich spannend inszeniert ist, entpuppt sich bald als schlaffer Westentaschenkrimi, der routiniert arrangiert um Identität, Lüge und Verrat kreist, was so neu allerdings auch nicht mehr ist.

Der Film basiert auf einem Tatsachenroman des echten Finkel, dessen selbst herbeizitierte Nähe zu Truman Capotes Jahrhundertbuch „Kalblütig“ ungut auf ihn zurückfällt: Den Vergleich kann „True Story“ nicht gewinnen. Felicity Jones („Die Entdeckung der Unendlichkeit“) wirkt als Finkels Ehefrau unterfordert, und auch vom Psychoduell Hill/Franco durfte man mehr erwarten. Eine Enttäuschung.

 

 

 



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