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Aug 2013
11
„Trance“ von Danny Boyle

Der Brite Danny Boyle ist mit „Trainspotting“ berühmt geworden und hat bis zu seinen letzten Hits „Slumdog Millionär“ und „127 Hours“ stets kühn die Genres gewechselt. Nur sein Hang zur oft stark stilisierten Inszenierung blieb konstant. Der Kunstraub-Hypnosethriller „Trance“ zählt nun sicher nicht zu seinen Highlights, aber selbst ein mäßiger Boyle ist immer noch interessant.

Hier kriegt „X-Men“-Star James ­McAvoy als Auktionshaus-Mitarbeiter einen Schlag auf den Kopf und kann sich danach nicht mehr erinnern, wo er das 27 Millionen Dollar teure Goya-Gemälde „Flug der Hexen“ versteckte. Bald zeigt sich, dass er mit dem Räuber (Vincent Cassel, der sadistische Choreograf aus „Black Swan“) gemeinsame Sache machte. Dieser heuert eine Hypnotiseurin an – ein bemerkenswert freizügiger Part für Rosario Dawson (aus Tarantinos „Death Proof“), die bald alle gegeneinander ausspielt.

Boyle wirbelt auf Hitchcocks und Freuds Spuren Wahn und Wirklichkeit, echte und vermeintliche Erinnerungen durcheinander und schüttelt im Minutentakt neue Plot-Wendungen aus dem Ärmel: „Trance“ ist ein neuronaler Filmkreisel, dessen visuelle Spielereien (von Stammkameramann Anthony Dod Mantle) aber immer gefährlich nah am Selbstzweck operieren.

  



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