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Mai 2008
30
Thomas Roth: Falco – Verdammt wir leben noch (Österreich / Deutschland 2008) (gesehen am 28.05.2005, Pressevorführung, Christian)

„Es war um 1980 – und es war in Wien und..“. Wie schön, die 80er Jahre! Ja, ein Song katapultierte damals einen jungen Österreicher in die Weltöffentlichkeit. Rock me, Amadeus! Der Wiener Hans Hölzel, hier überzeugend verkörpert von Manuel Rubey, erobert Anfang der 80er Jahre die Musikcharts und schreibt Pop-Geschichte. Kurz zuvor hatte er sich als neue Kunstfigur erschaffen: Falco. Erst der coole Rocker aus Wien, dann der Schwarz-weiße Anzug, Sonnenbrille und reichlich Gel in den Haaren. Die Verkleidung sitzt und kann auch hier überzeugen. Der „Film zur Kunstfigur“ von Thomas Roth, der auch das Drehbuch geschrieben hat, beschreibt Aufstieg und Fall dieser Figur, die sich so perfekt selbst erfunden hat, dass der eigentliche Mensch hinter ihr verschwindet. Doch sind es nicht gerade die Betrachtungen der schwierigen, menschlichen Momente, die ein gutes von einem schlechten Biopic unterscheiden?

Trotz einer netten Ausstattung und einigen sehenswerten Einstellungen (Falco sitzt in „Steven Soderbergh Manier“ am Steuer seines Jeeps, mit dem er gleich in den Tod fahren wird) gelingt es Regisseur und Drehbuchautor Roth nur in Ansätzen, sowohl der Figur Falco als auch den Stimmungen der Zeit gerecht zu werden. Der Motor des Films ist und bleibt die Musik, die ein bisschen das 80erJahre-Feeling zurückholt.

Der Film startet am 05. Juni 2008 in den deutschen Kinos.



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