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Apr 2016
24
The Boss

Humorlawine Melissa McCarthy („Spy: Susan Cooper Undercover“), ansonsten kaum zu stoppen, wird von ihrem Ehemann Ben Falcone in der gemeinsamen Komödie immer wieder von einer unausgereiften Geschichte ausgebremst. Seit ihrem Durchbruch als Sookie St. James in der Comedyserie „Gilmore Girls“ zelebriert Melissa McCarthy die Nummer der schamlosen Wuchtbrumme – immer und immer wieder. Dass sie eine exzellente Komikerin sein kann, zeigt sich indes nur, wenn Gag-Autoren mit dieser Nummer effektiv umzugehen verstehen – zum Beispiel in ihrem oscarnominierten Auftritt in „Brautalarm“ oder in der vielgefeierten Agentenpersi­flage „Spy: Susan Cooper Undercover“.

In weniger geglückten Fällen erweist sich McCarthys Krachledernheit allzu schnell als penetrant – siehe „Tammy: Voll abgefahren“ (2014) oder „Taffe Mädels“ (2013). Auch diese neue Posse (von „Tammy“-Regisseur und McCarthy Ehemann Ben Falcone) ist ein dergestalt aus dem Ruder gelaufener Fall: McCarthy spielt eine mächtige Spitzenmanagerin, die wegen Insiderhandels verknackt wird und danach als Schokokuchen-Magnatin erneut groß rauskommen will.

Doch der Witz der garstigen Vulgärmamsell, die noch ihre ärgsten Feinde für eigene Zwecke instrumentalisiert, nutzt sich schnell ab, die Gags sind unflätig statt pointiert – besonders in der deutschen Fassung. Die Regie schafft es nicht, McCarthys Dampfwalzentum einzuhegen, selbst „Game of Thrones“-Star Peter Dinklage und Ka­thy „Misery“ Bates haben in den weiteren Rollen keine Chance. Besser auslassen!

 

 



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