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Mrz 2007
24
Steve Bendelack: Mr. Bean macht Ferien (GB 2006) | Ohr 3 min. mp3-Kommentar

Nach zehn Jahren Leinwand-Abstinenz kehrt die britische Comedy-Ikone Rowan Atkinson in seiner bekanntesten Rolle, als Mr. Bean, auf die Leinwand zurück. Knapp 6 Mio. Zuschauer allein in Deutschland hatte der bekannte Komiker mit seinem ersten Auftritt ins Kino locken können. Und nachdem sein Ausflug nach Kalifornien die gesamte amerikanische Westküste ins Chaos gestürzt hat, verschlägt es Mr. Bean nun vom regnerischen London an die malerische Côtes d`Azur.

Bei einer Lotterie seiner Kirchengemeinde zieht Mr. Bean (Rowan Atkinson) den Hauptpreis: Eine Woche Urlaub in Südfrankreich und dazu eine brandneue Videokamera, mit der er seinen Aufenthalt filmen soll. Sein erstes „Opfer“ ist ein russischer Regisseur, der für ihn einige Szenen mit der Kamera festhalten soll. Doch durch eine Kette unglücklicher Umstände wird der Regisseur auf dem Bahnhof zurück gelassen. So muss sich Mr. Bean nun um den kleinen Stepan kümmern, der im Zug auf seinen Vater gewartet hatte. Dumm nur, dass Stepan nur russisch spricht und zudem ziemlich sauer auf Mr. Bean ist.

Durch die verschiedenen Handlungselemente eröffnen sich für den Regisseur Bendelack und Komiker Bean zahlreiche Möglichkeiten den Witz auf verschiedene Ebenen zu verteilen. So werden im Film Witze über sprachliche Missverständnisse, die allseits bekannte Tollpatschigkeit des Hauptdarstellers und landestypische Vorurteile gemacht. Und das immer mit sehr wenigen Worten in der bekannten Mr. Bean-Manier. Leider gehen dem Gespann nach 40-50 Minuten die Ideen und somit die Luft aus, so dass der Film mehr eine Nummern-Revue bleibt als ein Spielfilm. Dennoch merkt man dem Film die Handschrift von Atkinsons langjährigem Weggefährten Richard Curtis an, der den Film immer dann retten kann, wenn es bedrohlich wird, will heißen, wenn es zu albern wird.



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