AKTUELL IM KINO

Split

Ein Psychothriller wie eine Bewährungsprobe für die Verwandlungskust eines hoch begabten Schauspielers und für einen Regissseur, der nicht vergessen werden will: Mit „The Sixth Sense“ inszenierte er einen der besten Thriller der letzten zwanzig Jahre, danach regnete es Flops, Goldene Himbeeren und Kritikerspott über seine immer verstiegeneren esoterischen Mystery-Dramen: Regisseur M. Night Shyamalan galt bereits als verbranntes Talent.

Inzwischen hat sich der gebürtige Inder gefangen und im niedriger budgetierten Genrekino eingerichtet. Er produzierte die Serie „Wayward Pines“ und legt nach dem minimalistischen Gruselfilm „The Visit“ nun einen Hybrid aus Entführungsreißer und Psychohorror vor, der nicht mehr auf Bedeutungshuberei setzt, sondern ein Spannungskino zelebriert, das (fast) so gut ist wie letztes Jahr der thematisch ähnliche „10 Cloverfield Lane“.

Worum geht es? Um einen Mann, der an einer dissoziativen Identitätsstörung leidet und in 23 Varianten seiner Persönlichkeit sehr bedrohlich vom „X-Men„-Star James McAvoy gespielt wird. Diese/r „Dennis, Patricia, Orwell, Jade… sperrt drei junge Frauen im Keller ein (darunter die talentierte Anya Taylor-Joy aus „The Witch„) und verspricht die Ankunft einer finalen „Bestie“. Stark gemachter Edeltrash ­– und bisweilen höllisch spannend.

 

 



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