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Jan 2008
13
Sean Penn: Into the Wild (USA 2007) (gesehen am 10.01.2008, Preview in Köln, Regina)

Vor dem Kino steht ein uralter VW-Bus, grün-weiß lackiert wie der Bus auf dem Filmplakat, aber viel weniger angeranzt. Ich gebe zu: Eine nette Promo-Idee… Zur Preview erschienen nicht nur die erwarteten Outdoorsandalenträger. Wäre auch schade gewesen, denn Sean Penn zeigt als Regisseur einmal mehr sein Händchen für`s Andere, Besondere und Ungewöhnliche.

„Into the Wild“ als Film nach Jon Krakauers Tatsachen-Roman, dem wiederum eine wahre Begebenheit zugrunde lag, ist über seine immerhin 140 Minuten größtenteils faszinierend. Längen gibt es nur wenige, Klischees ein paar. Und egal, ob man nun Bewunderung, Mitleid oder Unverständnis für den „Helden“ empfindet: Die Geschichte vom 22-jährigen Totalaussteiger und Einzelgänger Christopher McCandless, der kreuz und quer durch die USA reist, um schließlich in Alaska Erkenntnis wie Ende zu finden, ist fesselnd und in allen Rollen top besetzt. Hervorzuheben ist natürlich Hauptdarsteller Emile Hirsch, mit dem der Film steht und fällt. Fast zu schön ist er, sogar noch in den letzten Bildern, aber mit „Into the Wild“ greifen Hirsch samt Regisseur Sean Penn deutlich nach dem Oscar.

Der Soundtrack von Pearl-Jam-Frontmann Eddie Vedder passt gut und tut sein Übriges, die von in der Bandbreite von schön bis grausam gewählten Bilder zu untermalen. Ein erstes Highlight im neuen Kinojahr.



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