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Okt 2006
23
Ridley Scott: Ein gutes Jahr (USA 2006) (gesehen am 19.10.2006, Pressevorführung, Christian)

Regie: Ridley Scott. Hauptdarsteller: Russel Crowe. Da kann eigentlich nichts schief gehen, oder? – Kann doch. Aber der Reihe nach. Russel Crowe gibt hier den Investment-Banker Max Skinner. Skinner ist ein geldgieriges Arschloch. Für den Londoner zählt nur eins: Der Gewinn! So ist es nur verständlich, dass er das traumhaft schöne französische Anwesen, das er von seinem väterlichen Freund und Onkel Henry (Albert Finney) geerbt hat, schnellstmöglich zu Geld machen will. Doch erstens kommt es bekanntlich anders und zweitens… Im sonnigen Frankreich angekommen verdrehen ihm nicht nur die Sonne und der Wein, sondern auch der couragierte Weinbauer und die Dorfschöne gehörig den Kopf.

Ja, was ist denn das? Russel Crowe zunächst als Banker, bärig, brutal und egoistisch. Eine Art Michael Douglas Ziehsohn aus „Wall Street“, zweiter Teil. Doch dann die ungeheuerliche Wendung. In Jacques-Tati-Manier tappst der australische Oscarpreisträger plötzlich durch eine vorhersehbare Feel-Good-Komödie, die uns weismachen will, dass sich mit genug Geld auf der hohen Kante scheinbar alles andere wie von selbst ergibt. Hat die französische Sonne dem Frankreich-Fan Ridley Scott die Sinne vernebelt? Oder war es vielleicht der französische Wein? Nein, dies war ein Ausrutscher. Keine Frage. Ein Urlaubs-Projekt. Leider keine gute Investition.



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