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Mai 2011
18
Peter Timm: Löwenzahn (D 2011), gesehen am 14.05.2011 in Münster, Cineplex

Kinder- und Jugendfilme aus Deutschland genießen weltweit hohes Ansehen. Zumindest war das in den Jahren 1990 bis 2005 so. Und heute? Das Angebot wächst. Immer noch. Aber die Qualität? Die besten Jahre für Kinder- und Jugendfilme aus Deutschland, quantitativ wie qualitativ, waren bisher die sog. „Nuller-Jahre“. Filmreihen wie „Die wilden Kerle“ oder „Die wilden Hühner“ sorgten deutschlandweit für ausverkaufte Vorstellungen. Um mit diesen Filmen in Konkurrenz zu treten, mussten sich FilmemacherInnen etwas einfallen lassen. Doch diese goldenen Zeiten sind vorbei. Viele gute Bücher (Kästner, Funke und Co.) haben ihre erste Leinwandadaption bereits hinter sich. Neue Ideen sind gefragt. Vielleicht ist jetzt die richtige Zeit, unsere Fernsehhelden auf die große Leinwand zu bringen? Peter Lustig zum Beispiel? Oder Fritz Fuchs? In seinem ersten Kinoabenteuer muss der deutsche MacGyver und Peter Lustig-Erbe jedoch keine Naturwunder erklären, sondern vielmehr seinem alten Freund Roman (Dominique Horwitz) das Handwerk legen.

Mit der beliebten Wissenssendung für Kinder, in der erklärt wird, wie die Welt funktioniert, hat die Kinoversion „Löwenzahn – das Kinoabenteuer“ nichts mehr zu tun. Das ist schade. Doch Peter Timm („Rennschwein Rudi Rüssel“) bringt mit seiner Neuinterpretation ein durchweg spannendes und aufwändig inszeniertes Abenteuer in die Kinos, das sich sehen lassen kann. Auch wenn für Guido Hammersfahr die Fußstapfen von Peter Lustig und auch die Leinwand ein paar Nummern zu groß sind. Der Film ist seit dem 12. Mai im Kino zu sehen. Mehr dazu in meiner ausführlicheren Kritik zum Film.



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