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Jan 2006
14
Peter Thorwarth: Goldene Zeiten (D, 2005) (gesehen am 14.01.2006 in Bochum, Weltpremiere, Christian)

Wow, eine Einladung zu einer Weltpremiere! Und um den Film als einer der ersten auf der Welt sehen zu dürfen, müssen wir nicht einmal nach Auckland, Los Angeles oder nach New York. Nein in Bochum soll sie sein, die Weltpremiere. Der junge deutsche Regisseur Peter Thowarth komplettiert nach „Bang Boom Bang“ (1999) und „Was nicht passt, wird passend gemacht!“ (2002) seine Unna-Trilogie und präsentiert seinen neuen Streich „Goldene Zeiten“ dem Unnaer und Bochumer Publikum. Ein riesiges Tohuwabohu. Roter Teppich, einige Kameras, zahlreiche Groupies, viel B- und noch mehr C-Prominenz.

Fünf Kinos sind komplett ausverkauft. Der Film erzählt die Geschichte des selbsternannten Eventmanager-Assistenten Ingo (Wotan Wilke Möhring), der unter Vorspiegelung falscher Tatsachen den Auftrag erhält, einen großen Charity-Event für den Golfclub einer Kleinstadt im Ruhrpott zu organisieren. Ingo „besorgt“ sich den Hollywoodstar Douglas Burnett (Dirk „The Face“ Benedict aus der TV-Serie „A-Team“), der fortan wie ein Orkan über die beschauliche Kleinstadt fegt. Doch der vermeintliche Hollywood-Star ist nicht das einzig Falsche, was der Kinozuschauer hier zu sehen bekommt.

Der Film ist von allem etwas und doch vor allem nichts. Komödie, Krimi, Thriller, Drama? Schwer zu sagen. Das Drehbuch wirkt unausgegoren, wie zusammengeschustert, die Schauspieler verkörpern bestenfalls Rollen, keine Personen. Klischee reiht sich an Klischee. Jeder Witz wird bis zur Besinnungslosigkeit ausgequetscht. Fast besinnungslos war ich auch nach den viel zu langen 130 Minuten. Kurzum, der dritte Teil der Unna-Trilogie ist schlecht, sehr schlecht sogar. Gott sei Dank habe ich den charmanten Erstling „Bang Boom Bang“ im Schrank. So hatte ich in der Nacht wenigstens noch ein bisschen was zu lachen.

Der Film startet am 26. Januar 2006 in den deutschen Kinos.



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