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Mai 2007
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Pepe Danquart: Am Limit (Deutschland 2006) (gesehen am 07.05.2007, Münster, Christian)

Das ist wirklich clever! Eigentlich hatte der Dokumentarfilm über zwei Extrem-Kletterer von Pepe Danquart seinen Deutschlandstart bereits am 22. März. Doch die Münsteraner Filmtheaterbetriebe sind nicht dumm. Sie wissen, dass ein anderer Klettermaxe, ein gewisser Herr Peter Parker alias Spider-Man, im Mai einen großen Hype rund um das Thema `Klettern` auslösen wird. So bauten sie eine große Kletterwand im Cineplex auf und nahmen gleich diesen Kletterfilm von Danquart passend mit ins Programm. Gar nicht dumm. Dies ist übrigens der letzte Teil von Pepe Danquarts Sportfilm-Trilogie.

Nach seinem Besuch in der Berliner Eisbären-Arena (`Heimspiel`) und der Tour de France (`Höllentour`) geht es jetzt in die Berge. Und zwar an die berühmte `Nose`, einen etwa 1000 Meter hohen Granitfelsen im amerikanischen Yosemite-Nationalpark. Danquart begleitet mit einem mehrköpfigen Kamerateam die beiden Brüder Thomas und Alexander Huber bei ihrem Versuch, die `Nose` in einer Rekordzeit von zweieinhalb Stunden zu besteigen. Und wer die Filme des Oscar-Gewinners Danquart kennt, der ahnt schon, dass sein Film nur sehr wenig mit einer Luis Trenker Bergsteiger-Romantik der 30er und 40er Jahre zu tun hat. Hier geht es sehr viel realistischer zur Sache. Dennoch kann sich der Film nur in sehr wenigen Einstellungen von einer oft durchschimmernden Werbefilmästhetik befreien. Den `Huberbuam` wurde hier ein zwar zugegeben atemberaubend bebildertes Denkmal gesetzt. Doch mit einer kritischen Auseinandersetzung des Männlichkeitswahns Extrem-Profi-Bergsteigen hat das leider nur sehr wenig zu tun.



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