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Aug 2006
02
Pedro Almodovar: Volver – Zurückkehren (Spanien 2006) (gesehen am 30.07.2006, Preview in Köln, Regina)

„Back to the roots“ mit „Volver“ (= zurückkehren): Örtlich ist Regisseur und Drehbuchautor Pedro Almodóvar mit „Volver“ wieder da, wo er herstammt: In der Region von La Mancha. Mit Carmen Maura in der Rolle der (verstorbenen) Mutter knüpft er an sein Frühwerk sowie ersten großen Erfolg „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ an. Und Superstar Penelope Cruz ist auch endlich wieder zurück.

Wie die meisten von Almodóvars Filmen stellt „Volver“ die Frauen in den
Mittelpunkt. Doch es fällt sofort auf, dass alles Laute und Lärmende vergangener Werke aus dem neuen Film verschwunden ist. Dennoch ist die Handlung von „Volver“ natürlich voller Skurrilitäten. Und Almodóvars patente Frauenriege ist wie gehabt für einige Komik gut, auch wenn sie nicht mehr so exaltiert daherkommt wie noch vor zehn Jahren

In „Volver“ werden Tote wieder lebendig und keinen scheint das zu wundern. Die Geschichte von Raimunda (Penelope Cruz), ihrer Tochter, ihrer Schwester, Tante und Mutter sowie der Tochter der Nachbarin ist ein großes Generationendrama. Almodovars Film ist ein Werk voll schöner und starker Frauen, Solidarität und großer Gefühle. Ein Melodram mit komischen Momenten – und natürlich recht eigenwillig.

Wer Almodóvars Filme mag und ihm über die verrückt-überdrehten Werke bis hin zu den ernsthafteren über die Jahre als Zuschauer gefolgt ist, der wird auch „Volver“ mögen. Wer mit den Filmen des Spaniers bislang nichts anfangen konnte, der wird auch durch den sentimentaleren „Volver“ nicht bekehrt. Und wer nun bislang wenig über Almodóvar weiß, der wird in „Volver“ eine sehr sehenswerte Frauen-Dramödie finden. In Cannes gab es dafür die Goldene Palme für’s Drehbuch und die Frauenriege teilte sich zu Recht den Preis für die besten Darstellerinnen. Ein ganz besonderes Kinoereignis!



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