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Apr 2006
27
Paul Weitz: American Dreamz – Alles nur Show (USA 2006) (gesehen am 21.04.2006, Pressevorführung, Christian)

Paul Weitz ist ein Allroundkünstler. In zahlreichen seiner Filme bekleidet der New Yorker gleich mehrere Funktionen. Bekannt geworden ist der eigentliche Drehbuchautor mit seinem Script zum sehenswerten Animationsfilm „Antz“ (1998), es folgte ein weiteres Script zu „Familie Klumps und der verrückte Professor“ (1999), bevor er für „American Pie“ (2000) zum ersten Mal auf dem Regiestuhl Platz nahm. Nach seiner erfolgreichen Komödie „Reine Chefsache“ (2004) tritt Paul Weitz nun mit „American Dreamz“ erneut als Produzent, Drehbuchautor und Regisseur in Personalunion auf.

Hier erzählt Weitz die Geschichte über die Hintergründe der Titelgebenden Talentshow, deren einflussreicher Moderator Martin Tweed (böse: Hugh Grant) ein böses Spiel mit seinen jungen Talenten spielt. Moderator Tweed übernimmt in der Show, die im US-Fernsehen jede Woche neue Einschaltrekorde bricht, selbst die Funktion der Jury und richtet im Publikum eigenhändig über Show-Talent oder Witzfigur. Produzent und Ideengeber Weitz persifliert hier die eigentlichen Abläufe einer erfolgreichen TV-Show und als wäre das nicht schon des Guten zuviel, verunglimpft er auch noch den ahnungslosen amerikanischen Präsidenten (köstlich: Dennis Quaid), der, bemüht um gute Publicity, mit der Rolle des Jury-Mitglieds völlig überfordert zu sein scheint.

Mit u.a. Dennis Quaid, Willem Dafoe, Marcia Gay Harden und Hugh Grant hervorragend besetzt, stellt man sich am Ende die Frage, ob man hier eine gute Satire oder eine unterhaltsame Komödie gesehen hat. Weitz selbst sieht seinen aktuellen Film eher als Komödie. Doch diese hat zwei Ziele, die sehr verunglimpft werden: TV-Shows á la „American Idol“ (bei uns „Deutschland sucht den Superstar“) und den amerikanischen Präsidenten. Intelligente aber kurzweilige Unterhaltung.



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