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Aug 2012
24
„ParaNorman“ von Chris Butler und Sam Fell

Die Puppentrick-Schmiede Laika hat dem Kino die großartige Spukhaus-Groteske „Coraline“ beschert. Kein Wunder, dass die Erwartungen ans neue Projekt gigantisch waren. Der neuste Streich, „ParaNorman“, kann sie nicht ganz einlösen, was nicht an der erneut famosen technischen Umsetzung liegt, sondern an der im Vergleich doch deutlich konventionelleren Story: Da obliegt es einem elfjährigen Einzelgänger namens Norman, einen vor 300 Jahren ausgesprochenen Hexenfluch zu stoppen, der auf seinem Heimatkaff lastet. Und kein Erwachsener will ihm glauben, dass demnächst eine Zombie-Invasion droht.

Der Ort selbst heißt „Blithe Hollow“, die Atmosphäre ist morbide – man merkt deutlich, dass hier wie bei „Coraline“ die sinistren Bildwelten von Tim Burton („Sleepy Hollow“) Pate standen. Die Kombi aus Digital-Trick und Stop-Motion- Technik mit unglaublich ausdrucksstarken Figurinen beeindruckt wie der Detailreichtum der erschaffenen Kunstwelt. Nur in Sachen Dialogwitz und Abgründigkeit bleiben die Regisseure Sam Fell und Chris Butler etwas hinter ihren Vorbildern zurück. Trotzdem ein sehenswerter Trickfilm; für kleinere Kinder allerdings zu gruselig.

  

 



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